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13.03.2015

LG Ice Cream Smart: Smartphone zum Klappen angetestet

LG bringt das Klapp-Design zurück und kombiniert es mit der Hardware eines Android-Smartphones. Das Retro-Smartphone ist aber vorerst nur in Südkorea erhältlich.

Fast jeder Handy-Nutzer hatte zumindest einmal in seinem Leben ein Klapp-Handy in seinem Besitz. Statt sich Sorgen darüber zu machen, dass der Bildschirm in der Hosentasche zerkratzt, wurde das Handy einfach zusammengeklappt. Doch mit dem Erfolg von Smartphones und Touchscreens ging das beliebte Handy-Format recht rasch unter. LG bringt nun zumindest in seinem Heimatmarkt Südkorea mit dem Ice Cream Smart und dem Wine Smart zwei klappbare Smartphones auf den Markt. Die futurezone hat die Einsteiger-Modelle auf dem Mobile World Congress angetestet.

LG Ice Cream Smart in Bildern

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LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

LG Klapp-Smartphone

Wer sich noch an Klapp-Handys erinnern kann, dürfte sich über die Maße der beiden LG-Modelle wundern. Mit 118,6 Millimeter Länge und 59,4 Millimeter Breite - ausgeklappt wohlgemerkt - sind sie im Vergleich mit den Klassikern riesig, lassen sich aber dennoch angenehm mit einer Hand bedienen. Das liegt vor allem an den großen Tasten, die schon fast auf Senioren-Handy-Niveau sind. Neben dem klassischen Tastenfeld und Steuerkreuz gibt es noch Tasten, die den schnellen Zugriff auf Kamera, SMS und Messenger, wie zum Beispiel Kakao Talk, erlaubt.

Hardware-Ausstattung im Retro-Stil

Das Klapp-Smartphone lässt sich vollständig über die Tasten bedienen, verfügt aber auch über einen Touchscreen. Wohl nur für Notfälle, denn Android lässt sich auch sehr angenehm mit den Tasten bedienen und für die Touch-Bedienung muss man umständlich umgreifen. Der 3,5 Zoll große Bildschirm löst mit HVGA auf, das entspricht 480 mal 320 Pixel. Das trägt auch zum Retro-Feeling des Smartphones bei, denn der Bildschirm wirkt wie aus dem Jahr 2006. Unscharfe Bilder, sichtbare Streifen sowie eine magere Blickwinkelabhängigkeit sind die Folge der Budget-Ausstattung.

Beide Modelle verfügen über die exakt gleichen technischen Daten: Ein Snapdragon 400 treibt gemeinsam mit einem Gigabyte RAM das auf den kleinen Bildschirm angepasste Android an. Zudem sind acht Gigabyte Speicher (erweiterbar) sowie eine 8-Megapixel-Kamera verbaut. Im Hands-on ließ sich die Qualität der Bilder aufgrund der mageren Auflösung des Bildschirms nicht beurteilen, das Fokussieren dauerte jedoch sehr lange. Die Verarbeitung der Geräte ist sehr gut, obwohl man hier vollständig auf Kunststoff setzt. Vor allem der Klapp-Mechanismus ist sehr leichtgängig, rastet aber spürbar und zuverlässig an der End-Position ein.

Wohl nicht in Europa

Auch im Stil der Vorbilder: Der 1.700-mAh-Akku lässt sich relativ einfach tauschen. Ein Feature liefert aber ein recht eindeutiges Indiz, dass das Ice Cream Smart und das etwas hochwertigere Wine Smart nicht so schnell in Europa erhältlich sein werden. Beide Klapp-Smartphones unterstützen DMB-TV, einen in Südkorea populären Übertragungsstandard für digitales Fernsehen. Man sollte die Hoffnung aber dennoch nicht aufgeben. Derzeit sind beide Smartphones in Südkorea für rund 200 Euro erhältlich.

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Disclaimer: Redakteure der futurezone berichteten live vom Mobile World Congress in Barcelona. Die Reisekosten wurden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung, ZTE und T-Mobile übernommen.