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08/31/2017

LG V30 angekündigt: Rahmenlos und lichtstärkste Kamera

LG will Samsung und Apple nicht kampflos das Feld überlassen und hat ein neues rahmenloses Flaggschiff mit der angeblich lichtstärksten Kamera angekündigt.

LG hat im Rahmen der IFA in Berlin sein neues Flaggschiff-Smartphone V30 vorgestellt. Der Nachfolger des hierzulande kaum erhältlichen V20 setzt auf ein nahezu rahmenloses Design, mit dem man vor allem Samsungs Galaxy S8, aber wohl auch dem iPhone 8 Konkurrenz machen will. Das sechs Zoll große OLED-Panel setzt, wie auch bereits das G6, auf ein 18:9-Bildschirmverhältnis. Dadurch ist das Smartphone trotz des gewaltigen Displays mit 75,4 Millimeter relativ schmal.

Laut LG sei es mit einer Dicke von 7,3 Millimeter und 158 Gramm das „leichteste Smartphone in der 6-Zoll-Kategorie“. Der OLED-Bildschirm löst mit 2880 mal 1440 Pixeln (538 ppi) auf. Dank OLED kommt auch das „Always-On-Display“ zum Einsatz, bei dem Benachrichtigungen energiesparend auf dem Display angezeigt werden können. LG bietet zudem auch Widgets für das Feature an, mit denen man beispielsweise die Musik-Wiedergabe steuern kann ohne das Display vollständig zu aktivieren.

Scharfe und lichtstarke Linse

Einen zweiten Bildschirm wie beim V20 gibt es nicht mehr, die „Floating Bar“-Features sind aber auch beim V30 verfügbar. Dabei können Shortcuts zu Apps in einem Bereich über dem Hauptbildschirm angezeigt werden. Das wohl größte Highlight ist jedoch die Kamera. Diese verfügt über die bislang lichtstärkste Linse in einem Smartphone (f/1.6). Zudem setzt LG auf eine besondere Linse, die eine stärkere Farbpalette abdecken und schärfere Bilder liefern soll. Wie beim G6 kommen zwei Kamera-Sensoren zum Einsatz, wobei die lichtstarke Linse der 16-Megapixel-Hauptkamera vorbehalten bleibt.

Die 13-Megapixel-Weitwinkel-Kamera (120 Grad) setzt hingegen auf ein Linse mit f/1.9 und soll im Vergleich zum Vorgänger weniger Verzerrungen am Bildrand aufweisen. Die Frontkamera löst mit fünf Megapixel (f/2.2, 90 Grad) auf. Die Videoaufnahme soll mit dem Cine-Video-Modus verbessert werden. Dieser erlaubt das Anzoomen einer beliebigen Stelle während der Aufnahme, zudem kann auf Knopfdruck ein deutlich größerer Dynamikbereich für die Nachbearbeitung gespeichert werden.

Im manuellen Modus gibt es nun das "Graphy"-Feature. Dabei wird ein bestehendes Foto auf seine Einstellungen (Belichtungsdauer, ISO, Blende, und vieles mehr) analysiert und die passenden Parameter gesucht, damit das Foto nachgestellt werden kann.

Fokus auf Audio

Angetrieben wird das Smartphone von einem Qualcomm Snapdragon 835 sowie vier Gigabyte Arbeitsspeicher (LPDDR4x). Es wird wahlweise mit 64 oder 128 Gigabyte an internem Speicher (UFS 2.0) angeboten, kann aber auch per microSD-Kartenslot um bis zu zwei Terabyte erweitert werden. Das Display unterstützt zudem Googles VR-Plattform Daydream.

Das Smartphone verfügt über HiFi Quad DAC von B&O und kann dank Support für MQA (Master Quality Authenticated) hochauflösende Audioaufnahmen streamen. Der 3300-mAh-Akku lässt sich dank Quick Charge 3.0 binnen 30 Minuten von 0 auf 50 Prozent laden und kann auch drahtlos geladen werden.

Zusätzliche Funktionen für Asssistant

Das Smartphone wird mit Android 7.1.2 ausgeliefert, ein Update auf Oreo soll wenig später folgen. LG hat zudem Googles Sprachassistenten tief im Betriebssystem verankert. So kann man neben den üblichen Google-Assistant-Aufgaben auch einzelne Gerätefunktionen steuern, beispielsweise ein Weitwinkel-Selfie aufnehnmen lassen („OK Google, nimm ein Weitwinkel-Selfie auf“). Zudem sollen sich so smarte LG-Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler, steuern lassen.

Das Smartphone ist wasser- und staubdicht (IP68) und nach dem Militärstandard MIL-STD 810G zertifiziert. Es wird zum Start in den Farben Aurora Black, Cloud Silver, Moroccan Blue und Lavender Violet angeboten. Zudem sind im Lieferumfang B&O-Play-Kopfhörer enthalten. Angaben zu Preis und Verfügbarkeit in Österreich hat man bislang noch nicht gemacht. In Südkorea wird es jedoch ab dem 21. September verfügbar sein, andere Märkte sollen in den kommenden Monaten folgen.