Logitech wurde vor allem mit Mäusen und Tastaturen bekannt, stellt aber auch anderes Zubehör für Computer, Smartphone und Tablet her

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03/27/2015

Logitech MX Master: Zwei Räder für mehr Produktivität

Die MX Master kann mit bis zu drei Bluetooth-Geräten gleichzeitig verbunden sein, hat zwei Mausräder und funktioniert sogar auf Glastischen.

Es ist acht Jahre her, seitdem Logitech seine zwei ersten (und bislang einzigen) Mäuse mit der hauseigenen Darkfield-Technologie vorgestellt hat. Diese funktioniert auf nahezu allen Oberflächen. Dazu gehören auch Spiegel und Glas – hier scheitern optische und Laser-Mäuse üblicherweise.

Jetzt ist mit der MX Master (100 Euro UVP) eine neue Darkfield-Maus erhältlich, die vor allem für das Arbeiten gedacht ist. Die futurezone hat sie getestet.

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Wuchtig

Die MX Master ist sehr groß ausgefallen. Durch die ergonomische, nur für Rechtshänder geeignete, Form soll auch ein langes Arbeiten komfortabel möglich sein. Die Cursorbewegung bei der MX Master ist von Haus aus etwas empfindlicher und schneller als man es von anderen optischen Mäusen gewohnt ist, die für die Schreibtisch-Arbeit gedacht sind.

Das ist auch gut so, da man so die wuchtige Maus nicht mit ausladenden Gesten über den Tisch bewegen muss. Durch die Größe und das hohe Gewicht bleibt sie aber trotz der hohen Cursorgeschwindigkeit präzise.

Tasten

Die linke und rechte Maustaste sind weit genug nach hinten gestreckt, damit auch User mit kurzen Fingern noch bequem die Tasten drücken können. Der Widerstand beim Klicken ist hinten etwas größer als vorne aber nicht unangenehm schwer.

Die Maustasten Vier und Fünf an der linken Seite sind relativ klein ausgefallen und sehr weit hinten, da sich davor noch ein zweites Mausrad befindet. Für User mit langen Daumen sind diese nicht besonders komfortabel zu erreichen. Für den häufigen Einsatz sind diese Tasten zu klein und zu spitz ausgefallen. Die vierte Maustaste, mit der im Browser zurück geblättert wird, ist gerade noch annehmbar. Die fünfte Taste (im Browser nach vorne blättern) ist etwas zu schwer zu erfühlen und hat einen weniger deutlichen Anschlag als die vierte Maustaste.

In der Daumenauflage ist ein weitere Taste versteckt. Drückt man sie wird standardmäßig das Tab-Menü (Alt+Tab) geöffnet. Ist das Tab-Menü geöffnet, schaltet man mit dieser Taste durch die Tabs durch. Die Taste hat einen deutlichen Widerstand, ein unbeabsichtigtes Drücken ist nahezu unmöglich. Allerdings ist sie so schwergängig, dass es weniger anstrengend ist mit dem Cursor das gewünschte Programm aus der Taskleiste zu wählen.

Mausräder

Das Haupt-Mausrad ist einfach zu drehen und aufgrund der Struktur gerade griffig genug. Dreht man das Mausrad schnell, wechselt es automatisch vom präzisen Scrollen zum schnellen Scrollen. Hier ist der Klick-Widerstand deaktiviert und das Rad freidrehend. Drückt man auf die Taste hinter dem Mausrad ist der schnelle Scrollmodus dauerhaft aktiviert.

Das Betätigen der dritten Maustaste, also das Drücken des Mausrads, fühlt sich aufgrund der Leichtgängigkeit des Rades etwas wackelig an. Dies könnte störend für User sein die Programme nutzen, in denen die dritte Maustaste häufig gedrückt werden muss.

Das zweite Mausrad befindet sich an der linken Seite der MX Master. Es ist gut mit dem Daumen zu erreichen. Es hat keinen Klickwiderstand, ist aber schwergängiger als das Hauptmausrad und nicht freidrehend. Dadurch ist die horizontale Scrollgeschwindigkeit langsamer. Hier hilft es in der Systemsteuerung bei der Maus den Wert beim horizontalen Bildlauf zu erhöhen.

Bluetooth

Die MX Master wird mit einem USB-Nano-Bluetooth-Empfänger ausgeliefert. Sie kann natürlich auch mit anderen Bluetooth-kompatiblen Geräten verbunden werden. Bis zu drei Geräte lassen sich gleichzeitig verbinden, wie Notebook und Tablet. Der Knopf, um zwischen den Geräten zu wechseln, befindet sich an der Unterseite, ebenso wie die Connect-Taste zum Aufbauen der Verbindung und ein Ein/Aus-Schiebeschalter.

Die MX Master hat einen eingebauten Akku. Dieser hält laut Logitech bis zu 40 Tage. Dies konnte aufgrund des Testzeitraums nicht überprüft werden. Die MX Master hielt sieben Arbeitstage durch, ohne das die LED-Ladestandsanzeige (drei LEDs) von drei auf zwei LEDs gewechselt hat. Geladen wird die Maus über ein normales Micro-USB-Kabel. Da der Stecker an der Front angebracht ist, kann die Maus auch angesteckt relativ problemlos weitergenutzt werden. Das Laden ist über den USB-Anschluss des PC oder Notebooks, aber auch mit dem Handyladegerät möglich.

Darkfield

Die Darkfield-Technologie hält was sie verspricht. Laut Logitech muss klares Glas 4 mm dick sein, damit die MX Master darauf noch funktioniert. Im Test war auch das Arbeiten auf 2 mm dünnen Glas kein Problem. Auch ein matter und glänzender Bildschirm, die Glastrophäe des New Media Journalism Award, ein Tablet-Display, eine weiße Keramiktasse und ein normales, durchsichtiges Wasserglas stellten kein Problem dar.

Sogar eine in der Luft gehaltene Klarsichtfolie eignete sich als improvisiertes Mauspad, ebenso wie ein Taschenspiegel und ein schwarz-glänzender Blechmistkübel.

Fazit

Die MX Master wird Besitzer von Glasschreibtischen begeistern, besonders wenn sie neben dem Desktop-Rechner auch noch das Notebook und Tablet gleichzeitig nutzen. Das zweite Mausrad ist zwar eine bessere Lösung als die bisher üblichen Mausräder, die zusätzlich nach links und rechts bewegt werden können, aber aufgrund des hohen Widerstands nicht optimal. Die vierte und fünfte Maustaste könnten ruhig etwas größer sein, um für User mit großen bzw. langen Daumen leichter verwendet werden zu können. Dafür ist das automatische Umschalten der Scrollmodi beim Hauptmausrad gut gelungen.

Bleibt zu hoffen, dass Logitech auch an einer neuen Variante der Anywhere Mouse MX, die 2007 erschienene Notebook-Version der Darkfield-Mäuse, arbeitet. Ist man oft unterwegs und landet in Hotels mit glänzenden Plastik- oder Glastischen, ist man froh über eine Darkfield-Maus. Die MX Master ist leider etwas zu groß für das leichte Reisegepäck und der Bluetooth-Empfänger kann nicht in der Maus verstaut werden, wie dies bei der Anywhere Mouse MX möglich war.