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Mac: Neue Programme für Büro und Freizeit

Parallel zum Start der neuen MacBook Air-Linie haben sowohl Apple als auch Microsoft Updates für zwei essenzielle Programme für Mac-Rechner auf den Markt gebracht: Mit "iLife `11" hat Steve Jobs eine Überarbeitung der Multimedia-Suite für Foto-, Video- und Audiobearbeitung vorgestellt, während mit "Office: mac 2011" die Büro-Suite mit Word, PowerPoint und Excel erneuert wird.

iLife `11

Die hauseigene Apple-Suite für Multimedia-Bearbeitungen ist auf neuen Macs vorinstalliert, wer sein "iLife `09 upgraden will, zahlt 49 Euro. Hat man im Oktober einen Apple-Rechner erstanden, bekommt man die Software um 7,95 Euro. Das Paket beinhaltet neue Versionen des Foto-Programms "iPhoto", des Videobearbeitungs-Tools "iMovie" sowie die Audio-Software "Garage Band". "iWeb" zur Erstellung von Webseiten sowie "iDVD" zum Brennen von optischen Datenträgern ist nach wie vor enthalten.

"iPhoto" bietet einen neuen Vollbildmodus, der Fotos besser am Display zur Geltung bringen lassen soll. Außerdem wurden die Schaltflächen für Bearbeitungsoptionen überarbeitet. Eine wichtige Neuerung betrifft den Foto-Upload für Facebook: iPhoto zeigt jetzt auch jene Alben an, die man von anderen Geräten aus hochgeladen hat und erlabt die Bearbeitung und Löschung dieser Inhalte.
Bei "iMovie", dem Videoschnitt-Programm, wurde die Bearbeitung der Audiospuren sowie die Einbindung von Effekten (Zeitlupe, Zeitraffer, Schwar-Weiß, etc.) vereinfacht. Mit "Garage Band" schließlich lassen sich mit "Flex-Time" kleine Tempofehler von aufgenommen Songs korrigieren.

Nutzer, die auf "iPhoto `11" upgraden, sollten allerdings gewarnt sein: So berichteten erste Nutzer dem Hightech-Blog TheNextWeb.com, dass ihre gesamte Fotosammlung verschwunden sei, außerdem soll das Programm sich manchmal nicht starten lassen und bei der Verwendung des Foto-Uploads auf Flickr einfach streiken.

Microsoft Office for Mac 2011

Nach der 2008er-Version gibt es mit "Office: mac 2011" das erste Mal auch das Organisations-Tool "Outlook" im "Home and Business"-Paket, dass das bisherige "Entourage" ersetzt. Damit lassen sich eMails, Kontakte und Kalendereinträge zentral verwalten, wird den auf Mac-Computern vorinstallierten Apps "Mail, "iCal" und "Adressbuch" aber kaum Konkurrenz machen können, da diese mit dem iPhone synchronisiert werden können. Für "Word", "PowerPoint" und "Excel" gibt es die Möglichkeit, via "Office Web Apps" Dokumente online verfügbar zu machen. Diese werden auf Microsofts "Sky Drive" Web-Speicher abgelegt und können damit auch von anderen Computern bearbeitet werden. Damit ist es wie auch bei der Windows-Version möglich, Kollegen am selben Dokument mitarbeiten zu lassen.

Von der Apple-eigenen Textverarbeitungs-Software "Pages" wurde der Vollbildmodus abgepupfert, der dem Nutzer vole Konzentration auf seinen Text bieten soll. Das ist auch notwendig "Word" für den Mac wirkt mit den Menübändern ("Ribbons") im Vergleich zu Open Office oder Google Docs sehr überfrachtet. Größter Nachteil dürfte aber die Performance sein, wie ein FUTUREZONE-Kurztest zeigte: Zwar starten die einzelnen Apps schneller als beim Vorgänger, allerdings werden Nutzereingaben (z.B. das Laden der Ribbons) teilweise sehr träge verarbeitet. Für User, die mit ihren bestehenden Büro-Programmen zufrieden sind, gibt es keine zwingenden Gründe, auf die bestehende Suite umzusteigen. Immerhin kostet sie in der "Home and Student Edition" (ohne Outlook) 140 Euro, in der "Home and Business Edition" (mit Outlook) 250 Euro.

(Jakob Steinschaden)

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Jakob Steinschaden

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