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29.01.2016

Mattel stellt "Spieleentwicklerin"-Barbie vor

Barbie bekommt neben neuen, realistischen Körperformen auch eine neue mögliche Karriere als Spieleentwicklerin. Damit reagiert man unter anderem auf die Gamergate-Kontroverse.

Mattel hat im Vorfeld der Spielzeugmesse in New York eine Reihe von neuen Barbie-Puppen vorgestellt. Unter ihnen findet sich auch ein Modell, das Barbie als Spieleentwicklerin zeigt. Ausgestattet mit Brille, Headset und Laptop soll sie Kindern zeigen, dass auch dieser Karriereweg möglich ist. Ungeachtet dessen, ob Mattel dabei Stereotypen bedient, kann die Entscheidung des Spielzeug-Herstellers als mutig bezeichnet werden.

Spieleentwicklerinnen bedroht

Die Videospielbranche wurde in den letzten Jahren heftig kritisiert, da Frauen im mittlerweile milliardenschweren Geschäft deutlich unterrepräsentiert sind. Den wohl unrühmlichen Höhepunkt setzte die Gamergate-Kontroverse, im Zuge derer unter anderem die bekannten Spieleentwicklerinnen Zoë Quinn und Brianna Wu heftig bedroht wurden. Als Reaktion darauf kündigten zahlreiche Unternehmen Maßnahmen an, die mehr Frauen Karrieren in der IT-Branche ermöglichen sollen. Intel versprach unter anderem 300 Millionen US-Dollar in derartige Projekte zu investieren.

Realistische Körperformen

Mattel sorgte ohnedies für Aufsehen, da man sich zunehmend von der unrealistischen Wespentaille abwenden will. Künftig soll es auch Barbie-Puppen mit drei alternativen Körperformen geben, die etwas größer und kurviger ausfallen. Doch Mattel sorgte mit Barbie im Vorjahr auch für negative Schlagzeilen. So wurde ein Bilderbuch mit Barbie als "Programmiererin" veröffentlicht, in der sie auf sexistische Art und Weise ahnungslos dargestellt wird. Zudem kritisierten Datenschützer weltweit die "vernetzte Barbie".