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01/08/2018

Meltdown: Windows-Update legt PCs mit AMD-CPUs lahm

Das am 3. Jänner eilig veröffentlichte Sicherheits-Update, das "Meltdown" beheben sollte, macht nun zahlreiche PCs mit älteren AMD-CPUs unbrauchbar.

Das vergangene Woche veröffentlichtes Sicherheits-Update KB4056892 für Windows 10 bereitet offenbar zahlreichen Nutzern von alten AMD-Prozessoren, insbesondere der Athlon-Generationen, Probleme. Diese können nach eigenen Angaben das Betriebssystem nicht mehr starten und bekamen stattdessen die Fehlermeldung 0x800f0845 präsentiert. Auch eine Neuinstallation behebt das Problem nicht. Bei einigen Nutzern startet die Maschine auch nach einer Neuinstallation weiterhin nicht, bei anderen versucht Windows sofort das fehlerhafte Update erneut zu installieren.

Kurioserweise sollte das problematische Update ausgerechnet den vor allem Intel-CPUs betreffenden Bug „Meltdown“ beheben. AMD ist lediglich vom ähnlich weitreichenden Bug „Spectre“ betroffen. In den Supportforen raten nun mehrere Nutzer dazu, die Installation des Notfall-Updates zu verweigern und auf eine Lösung vonseiten Microsofts zu warten. Zudem sei es in einigen wenigen Situationen möglich, das Betriebssystem mit einem Backup wiederherzustellen.

Weitere Probleme

Neben nicht startenden PCs verursacht das Update offenbar weitere Probleme. So klagen zahlreiche Nutzer darüber, dass Browser zunächst mit einem weißen Bildschirm stecken bleiben und anschließend abstürzen. Auch andere Programme, insbesondere jene für Treiber-Updates von Drittherstellern, funktionieren bei vielen Nutzern nicht mehr. Ein vergleichsweise eher kleines Problem: Bei einigen Nutzern ist die Programm-Liste im Startmenü nicht mehr auffindbar. Lösungen für diese Probleme gibt es vorerst nicht.