Produkte
20.05.2012

Microsoft entfernt für 99 Dollar "Crapware"

Unerwünschte OEM-Software, die von vielen Herstellern von Komplett-System oftmals mitgeliefert wird, ist vielen ein Dorn im Auge. Microsoft bietet nun in seinen Stores die Entfernung dieser Software an und lässt sich für das Säubern des Systems 99 Dollar bezahlen.

Komplett-PCs werden oftmals mit vorinstallierter Software ausgeliefert, sogenannter "Crapware", die von vielen Käufern eher unerwünscht ist. Diese "Crapware" lässt sich nur schwer entfernen und wird von den Herstellern selbst installiert, die dafür von den Softwareunternehmen Gebühren erhalten. Doch nicht nur Hardwarehersteller verdienen am Installieren der unerwünschten Software - Microsoft verlangt nun auch Geld für das Entfernen. Wie das Wall Street Journal berichtet weitet der Softwarekonzern aus Redmond sein "Signature"-Programm auf alle Systeme aus und bietet für 99 US-Dollar die Entfernung sämtlicher unerwünschter Software an.

Schnellere PCs
Die " Signature"-Behandlung ist derzeit nur mit PCs, die auf dem aktuellen Betriebssystem Windows 7 laufen, möglich. Dieser wird ganz einfach um sämtliche Zusatzsoftware von Drittherstellern erleichtert, wobei sich darunter auch oftmals unerwünschte Treiber und Hintergrunddienste verstecken können, die den Computer erheblich verlangsamen. Damit wirbt Microsoft auch: der Rechner soll bis zu 39 Prozent schneller starten und aus dem Stand-By-Modus sogar ganze 51 Prozent schneller aufwachen. Laut Wall Street Journal-Kolumnist Walter Mossberg sollen diese Zahlen durchaus zutreffen, wobei Microsoft auch Optimierungen für die Energieeinstellungen bei Notebooks und 90 Tage Support anbietet.

Nur in den USA
Bislang bot Microsoft unter der Marke Signature lediglich neue PCs von Drittherstellern an, die eine optimierte Windows-Version installiert hatten. Diese werden über die "Microsoft Stores", Microsofts Antwort auf Apple Stores, vertrieben und kosten gleich viel wie das Gerät im freien Handel. Bislang gab es lediglich 16 dieser Filialen in den USA, die Zahl soll in den nächsten Monaten auf insgesamt 21 anwachsen.

Mehr zum Thema

  • Der Microsoft-Campus: Im Herzen des Riesen
  • Steve Ballmer zum schlechtesten CEO gewählt
  • Microsoft fördert Anti-Filesharing-Startup