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15.11.2012

Microsoft Surface: Klage wegen Speicherplatz

Ein US-Anwalt hat eine Klage gegen den Softwarekonzern Microsoft wegen irreführender Angaben zum Speicherplatz beim Tablet-PC Surface eingebracht. Microsoft hält die Klage für unbegründet.

Der kalifornische Anwalt Andrew Sokolowski fühlt sich von Microsoft getäuscht. Nach dem Erwerb eines 32 GB Surface Tablets musste er feststellen, dass auf dem Gerät lediglich 16 GB an Speicherplatz zur Verfügung stehen.Der Grund dafür ist, dass das Betriebssystem Windows RT 16 Gigabyte in Anspruch nimmt. Der Speicherverbrauch ist unter anderem auch deshalb so groß, weil 5 GB für Recovery Tools und 8 GB für voraninstallierte Apps wie Microsoft Office reserviert sind.

Microsoft machte daraus auch kein Geheimnis - und gibt den tatsächlich verfügbaren Speicherplatz auch auf einer FAQ-Seite zu dem neuen Tablet an.

Microsoft: Klage unbegründet
Ein Microsoft-Sprecher sagte gegenüber CNet, dass die Klage jeder Grundlage entbehre. Käufer des Tablets würden verstehen, dass Betriebssystem und vorinstallierte Apps den Speicherplatz reduzieren. Das ist auch bei anderen Geräten der Fall. So verfügt etwa Apples iPad in der 32-GB-Version auch nur über 28 GB verfügbaren Speicherplatz.

Sammelklage und Schadenersatz
Sokolowskis Anwälte haben die Klage vor einem Gericht in Los Angeles eingebracht. Sie wollen den Status einer Sammelklage erreichen und fordern von Microsoft Schadenersatz und die Änderung der irreführenden Werbung.

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