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USA
03/21/2012

MIT: Mit Laser um die Ecke fotografieren

Forscher am US-amerikanischen MIT haben eine Technik entwickelt, mit der auch verdeckte Objekte fotografiert werden können. Diese Technik basiert auf den selben Algorithmen wie Computertomographie.

Die Fotografie hat in den letzten Jahren wahre Fortschritte gemacht. Zunächst der Siegeszug der Digitalfotografie, dann Lichtfeldfotografie (Lytro) und nun: Fotografieren um Ecken. Forscher des US-amerikanischen MIT Media Lab haben eine Kamera auf Laserbasis entwickelt, die Bilder von Objekten hinter Wänden erzeugen kann.

Automatisches 3D-Modell
Möglich wird das durch den Einsatz der Lasertechnik, die einen Laserimpuls auf die sichtbare Wand feuert und die Zeit misst, in der die gestreuten Lichtteilchen wieder zurückkehren. Dabei wird jedes Mal ein Bild von der Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen und anschließend mittels eines Algorithmus daraus ein 3D-Modell konstruiert. Insgesamt wird dieser Prozess 60 mal wiederholt und der Laser auf verschiedene Positionen gerichtet.

Millimetergenau
Die Kamera kann Bilder alle 2 Picosekunden aufnehmen - in dieser Zeit legt Licht nur eine Strecke von 0,6 mm zurück. Dadurch kann die Distanz der Lichtteilchen millimetergenau gemessen werden und präzise Bilder erstellt werden. Das Erzeugen des Bildes erfolgt nach einem ähnlichen Konzept wie Computertomographien. Derzeit dauert dieser Vorgang noch mehrere Minuten. Ramesh Raskar, Leiter des Forschungsprojekts, hofft allerdings darauf, die Dauer auf 10 Sekunden zu reduzieren.

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