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25.12.2015

Mysteriöser Tesla-Rivale: Webseite und Video gelauncht

Die Macher des geheimnisvollen E-Auto Atieva befeuern weitere Spekulationen. Auf der neu gestalteten Webseite werden 120 Mitarbeiter für die Entwicklung gesucht.

Wer oder was genau sich hinter dem für 2018 geplanten Tesla-Rivalen Atieva verbirgt bzw. welcher Geldgeber welche Agenda verfolgt, bleibt weiterhin ein Rätsel. Mit einer neuen Webseite und einem Video, das in Apple-Manier bedeutungsschwanger von einem "raren Zeitpunkt" spricht, in dem "neue Technologien zum Einsatz kommen, ohne von alten Regeln behindert zu werden", lässt Atieva die Welt wissen, dass man es mit dem neuen Auto Ernst meint und etwas Großes, Innovatives plant.

Kalifornisches Image

Angesichts neuer chinesischer Investoren will man mit dem Auftritt wohl auch klarstellen, dass die Philosophie hinter dem Projekt zu Hundert Prozent Silicon-Valley-inspiriert ist und die erste Adresse für den geplanten Verkauf der US-Markt ist. Wer hofft, auf der Webseite oder im Video einen visuellen Hinweis auf die geplante Form des Autos zu erhaschen wird aber enttäuscht. Jobinteressierte im kalifornischen Menlo Park stehen zumindest 120 offene Angebote zur Verfügung. Der Großteil der ausgeschriebenen Stellen betrifft Software-Entwickler und Mechanik-Ingenieure.

Hinter Atieva steckt der ehemalige Tesla-Mitarbeiter Bernard Tse, der das Unternehmen 2007 mit Sam Weng gegründet hat. Viele ehemalige Tesla-Mitarbeiter sollen bei der Firma an dem in Aussicht gestellten "elektrischen Superauto" arbeiten. Die USA werden sicher nicht der einzige Markt für Atieva sein. Große chinesische Investoren - zuletzt beteiligte sich auch die im Staatsbesitz befindliche Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) als neuer größter Stakeholder an dem Projekt.

Auch Siemens an Bord

Neben chinesischen Investoren sind aber auch Siemens, der koreanische Akkuhersteller SK Group sowie die italienische Autodesignsfirma CECOMP mit an Bord. Die verstärkten Marketing-Aktivitäten, die sich nicht zuletzt auch im Video und der Webseite widerspiegeln, nähren Spekulationen, dass bereits 2016 ein erster Prototyp des Autos gezeigt werden könnte.