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12.08.2013

Nach Lavabit-Ende: Mega plant E-Mail-Dienst

Nachdem der bekannte E-Mail-Anbieter Lavabit auf Druck der US-Behörden seinen Dienst einstellen musste, will nun das von Kim Dotcom gegründete Mega einspringen. Laut Mega CEO Vikram Kumar werde derzeit an einem verschlüsselten Mail-Dienst gearbeitet, der ähnliche Funktionen wie Lavabit bieten soll.

Mega, der Cloudspeicher-Dienst von Megaupload-Gründer Kim Dotcom, arbeitet nach eigenen Angaben an einem verschlüsselten E-Mail-Dienst. Das sei laut Mega-CEO Vikram Kumar eine Reaktion

, einem auf Sicherheit spezialisierten E-Mail-Anbieter, der unter anderem von NSA-Whistleblower Edward Snowden genutzt wurde. "Das sind Akte von "Privacy Seppuku" - das ehrenhafte und öffentliche Einstellen eines Dienstes statt Gesetzen und Gerichten zu gehorchen, die vorsätzlich die Privatsphäre der Nutzer verletzen wollen", schreibt Kumarauf seinem offiziellen Blog. Lavabit stellte seinen Dienst ein, nachdem die Betreiber offenbar von US-Behörden zur Herausgabe von Daten gezwungen werden sollten.

Schwere Entwicklung
Laut Kumar liege nun die Schwierigkeit dabei, den Komfort bekannter E-Mail-Dienste mit Verschlüsselungsfunktionen anzubieten. Die Arbeiten am Dienst laufen derzeit, ein Veröffentlichungsdatum nannte er jedoch nicht. Mega denkt derzeit auch darüber nach, mit seinen Servern Neuseeland zu verlassen, da dort ein neues Überwachungs-Gesetz geplant sei, das die Sicherheit von Mega-Nutzern gefährden könnte.

, dass verschlüsselte Dienste, wie beispielsweise Mega, Hintertüren für Behörden einbauen müssen. Ein möglicher neuer Standort könnte laut Kumar Island sein.

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