Produkte 28.11.2012

NAS umweltfreundlicher als Cloud-Speicher

Das deutsche Öko-Institut empfiehlt vor allem für große Datenmengen einen Speicher im Heimnetzwerk, der deutlich umweltfreundlicher und kostengünstiger sein soll. So würden 4,7 Gigabyte Daten in der Cloud 55 Kilogramm CO2-Äquivalente erzeugen, während die selbe Datenmenge im Heimnetzwerk lediglich 150 Gramm verursachen würde.

Dienste wie Dropbox, Skydrive oder Google Drive sind laut den Berechnungen des Freiburger Instituts für angewandte Ökologie, kurz Öko-Institut, deutlich "unsauberer" als Netzwerkspeicher. Demnach werden beim Speichern von 4,7 Gigabyte Daten in der Cloud 55 Kilogramm CO2-Äquivalente erzeugt, während in einem Heimnetzwerk lediglich 150 Gramm anfallen würden. Auch die Kosten im Heimnetzwerk seien mit beispielsweise einmalig 100 Euro für ein Terabyte deutlich günstiger als Cloud-Speicher, der zu diesem Preis lediglich 100 Gigabyte bieten würde.

Microsoft sieht Sparpotenzial
Greenpeace hat bereits im April zahlreiche Cloud-Anbieter dafür kritisiert, dass sie zu wenig Strom aus sauberen Energiequellen beziehen würden. Microsoft sieht das wiederum anders und betont in einer 2010 veröffentlichten Studie, dass Cloud Computing den CO2-Ausstoß von Unternehmen um rund 30 Prozent senken könnte. Das Einsparungspotential für kleinere Unternehmen sei sogar deutlich höher.

Das Öko-Institut gibt in seiner Presseaussendung unter anderem Tipps für Konsumenten. So sollen diese einen möglichst niedrigen Energieverbrauch haben, über einen Netzwerk-Standby-Modus verfügen sowie das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" tragen.

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( futurezone ) Erstellt am 28.11.2012