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05.10.2013

Neue Eingabegeräte von Rapoo im Test: Solide Leistung

Der chinesische Hersteller Rapoo setzt seine Expansion in Europa fort und bringt mit der Maus T120P und dem Touchpad T300P neue Peripheriegeräte auf den Markt.

Die futurezone hat sich die beiden Geräte genauer angesehen. Rapoo setzt derzeit als einer von wenigen Peripheriegeräte-Herstellern großteils auf den Wireless-5GHz-Standard. Auch bei den beiden getesteten Eingabegeräten kommt die Hochfrequenz-Übertragung zum Einsatz. Dadurch soll das kabellose Zubehör schneller reagieren und weniger anfällig für Störungen sein. Die Reichweite wird im Vergleich zum gängigen 2,4 GHz-Band etwas verringert. Die Empfänger für die 5-GHz-Rapoo-Geräte werden an einen freien USB-Anschluss gesteckt. Durch ihre geringe Größe fallen die Stecker am Computer kaum auf. Bei Rapoo braucht jedes Gerät seinen eigenen Empfänger, was bei gleichzeitiger Verwendung mehrerer Geräte zu USB-Port-Engpässen führen kann. Die Verbindung funktionierte im futurezone-Test bei beiden Zeigegeräten problemlos und ohne Unterbrechungen.

T120P

Die kabellose optische Maus T120P wird nach dem Einstecken des Drahtlos-Empfängers, der für den Transport platzsparend im Batteriefach verstaut werden kann, und dem Betätigen des Schalters an der Unterseite sofort erkannt. Auf dem futurezone-Windows-7-Testsystem müssen keine Treiber installiert werden. Mit Energie versorgt wird die T120P durch zwei AA-Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind. Die Maus liegt trotz ihres geradlinigen Designs gut in der Hand, ist aber relativ klein. Für User mit größeren Händen ist das Rapoo-Zeigegerät für den Dauereinsatz deshalb nicht zu empfehlen.

Der Mauszeiger reagiert ohne merkbare Verzögerung auf Bewegungen der T120P und die drei Tasten lassen sich angenehm erreichen und bedienen. Etwas besonderes hat sich Rapoo für die mittlere Maustaste einfallen lassen. Die unscheinbare Plastikfläche erlaubt nämlich Scrolling per Touch-Bedienung. Für die Navigation nach oben beziehungsweise unten funktioniert das hervorragend und ersetzt ein Mausrad ohne Probleme. Das Scrollen nach links oder rechts ist hingegen mühsam, da die schmale, lange Taste zu wenig Fläche für langgezogene Wischgesten bietet. So gestaltet sich die horizontale Navigation weitaus langsamer als die vertikale.

© Bild: futurezone
Neben der Touch-Funktionalität verfügt die mittlere Taste der Rapoo-Maus auch noch über Vibrationsfeedback. Beim Scrollen entsteht ein ähnlicher Eindruck wie beim Bedienen eines Mausrades. Wird das Ende einer Seite erreicht, wird das ebenfalls durch leichte Vibration angezeigt. Die Bedienung der Maus ist alles in allem angenehm. Durch die geringe Größe eignet sich die T120P gut für den Einsatz unterwegs, für weniger anspruchsvolle Aufgaben im Büro und zuhause ist die Maus ebenfalls gut zu gebrauchen. Für einen Einsatz zum Spielen oder in der Grafikbearbeitung ist die Maus aber weniger geeignet. Durch das Herunterladen der Treibersoftware von der Rapoo-Seite erhalten Nutzer die Möglichkeit, die Tastenbelegung nach ihren persönlichen Wünschen umzugestalten.

Dabei gibt es auch die Option, Windows-8-Steuerbefehle mit Tasten oder Wischbewegungen zu verknüpfen. Die Sensitivität der Maus kann nicht verändert werden. Laut Rapoo funktioniert die T120P mit allen Windows-Versionen ab XP sowie mit Mac-Systemen. Die Reichweite der drahtlosen Verbindung beträgt rund 10 Meter, abhängig von den baulichen Gegebenheiten. Die Maus ist in den Farben Rot, Grün, Gelb sowie Schwarz und Weiß erhältlich.

Die T120P kostet bei Amazon derzeit 30 Euro. Dafür erhalten Käufer eine solide Maus, die für den Hobby-Einsatz völlig ausreicht. Die Touch-Funktionalität und das Vibrations-Feedback sind nette Zusatzfunktionen. Die drahtlose Verbindung funktioniert zuverlässig und ohne Verzögerung. Menschen mit großen Händen oder Profi-Anwender werden mit der T120P allerdings weniger Freude haben.

T300P

© Bild: futurezone
Das T300P Touchpad verfügt über einen fix verbauten Akku, der mit dem beigelegten Kabel über eine USB-Buchse geladen werden kann. Im Test reicht eine Akku-Ladung bei mäßigem Gebrauch deutlich länger als eine Woche. Die Verarbeitung des Touchpads wirkt äußerst solide. Das T300P wird unter Windows 7 ohne Installation von Treibern ohne Umstände erkannt. Die Eingaben der User werden präzise erkannt und ohne Umschweife am Schirm umgesetzt. Das Pad besitzt am unteren Ende zwei getrennte Bereiche, die für Rechts- und Links-Klicks reserviert sind.

Das Rapoo-Touchpad fühlt sich unter den Fingerkuppen angenehm an und ist mit einer Beschichtung versehen, die auch nach längerer Nutzung nicht verschmutzt wirkt. Standardgesten wie das Scrollen mit zwei Fingern oder das Zoomen werden von Haus aus unterstützt. Wer personalisierte Gesten verwenden will, muss sich die entsprechende Software von der Rapoo-Homepage herunterladen. Im Lieferumfang ist nämlich keine Software enthalten. Wer die zusätzliche Software herunterlädt, kann beliebige Wischgesten mit Funktionen verknüpfen. Andere Einstellungen wie die Regelung der Sensibilität können auch über die Windows-Systemeinstellungen vorgenommen werden.

© Bild: futurezone
Die Reichweite des T300P ist identisch zu jener der T120P-Maus. Für gängige Nutzungsszenarien reicht sie also allemal aus. Das Touchpad eignet sich als Ergänzung zu bestehendem Gerät oder als Alternative zur Maus. Besonders angepriesen wird von Rapoo, dass das Touchpad speziell für Windows 8 optimiert wurde. Einige spezielle vorinstallierte Gesten funktionieren daher auch nur mit Microsofts neuestem Betriebssystem. Wer Windows 8 bereits auf seinem System installiert hat, aber nicht im Besitz eines Touchscreens ist, kann mit dem T300P eine günstige Alternative zu einem berührungsempfindlichen Monitor erwerben. Die Funktionalität des Touchpads reicht aus, um Windows 8 im Touch-Modus zu bedienen.

Fazit und Preis

Das T300P ist ein gut funktionierendes Touchpad, das nach den eigenen Wünschen angepasst werden kann. Allerdings ist der Nutzen für viele alteingesessenen Computer-Nutzer fraglich, da sich bei einem System mit Tastatur und Maus keine großen Vorteile ergeben. Das Touchpad macht vor allem bei Computern Sinn, die über ein System mit Touch-Eingabe-Option verfügen. Dort kann das T300P den teuren Touchscreen ersetzen. Ansonsten ist das Gerät vor allem für User geeignet, die eine Bedienung mit dem Finger jener mit der Maus vorziehen. Das T300P ist für rund 30 Euro im Handel erhältlich.