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06/23/2013

Neue Mammographie-Technologie reduziert Risiko

Neue Technologien ermöglichen Brustkrebs-Untersuchungen mit verringerten Strahlenwerten und vermindern die Wahrscheinlichkeit von Falschdiagnosen.

Das ist vor allem bei regelmäßigen Screenings, denen sich auch gesunde Frauen in unterschiedlichen Intervallen aussetzen, von Bedeutung. In Österreich startet im Herbst ein neues Programm, bei dem Frauen ab 45 in Abständen von 18 bis 24 Monaten persönlich zur Untersuchung eingeladen werden. Für Frauen ab 40 ist eine freiwillige Teilnahme möglich. Je niedriger die Röntgenstrahlen-Dosis, desto geringer das Risiko für die zu untersuchenden Frauen.

Die Firma Philips verspricht für ihre digitalen Röntgengeräte mit Microdose-Technologie eine bis zu 50 Prozent geringere Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Digital-Geräten. "Unsere Detektoren wandeln die Röntgenstrahlung nicht mehr um, sondern zählen tatsächlich jedes einzelne Photon. Dadurch entfällt ein Großteil des Rauschens, wodurch wir bei niedriger Strahlendosis mindestens dieselbe Bildqualität liefern können wie herkömmliche Geräte", sagt Robert Körbler, Geschäftsführer von Philips Healthcare in Österreich.

Photonen-Auswahl
Schon vor dem Passieren des Gewebes werden jene Photonen, die nicht exakt in Richtung des Detektors fliegen, mit einem Kollimator ausgesiebt. Dadurch reduziert sich die notwendige Strahlung, die auch durch Anpassung an die jeweilige Gewebedichte minimal gehalten wird. Ein weiterer Kollimator absorbiert, nachdem die Strahlung die Brust durchlaufen hat, jene Photonen, die durch Streuung am Gewebe nicht zu gebrauchen sind. So wird das Verhältnis von Rauschen und nutzbarem Signal weiter verbessert.

Der digitale Hochleistungsdetektor schafft es, die eintreffenden Photonen zu zählen, wodurch direkt ein Bild erstellt werden kann. Das funktioniert nach dem selben Prinzip wie bei Bildsensoren in einer Fotokamera. Abhängig von der Zahl der Photonen, die es schaffen, das Gewebe an einer gegebenen Stelle zu durchdringen, wird auf dem Röntgenbild die Helligkeit unterschiedlich dargestellt. Die Detailauflösung ist bei den neuen Geräten mit 50 Mikrometern deutlich besser als früher, was es Ärzten ermöglicht, auch kleinste Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Die Kontrastauflösung und damit die Zahl der unterschiedlichen Graustufen auf einem Röntgenbild, ist ebenfalls besser.

Zusätzliche Information
Neben der Zahl der Photonen, die das Gewebe passieren, können die neuen Röntgenmaschinen auch deren Energie bestimmen. "Durch die quantitative Spektralmessung, die erst seit kurzem auf dem Markt ist, kann die Dichte des Gewebes noch genauer bestimmt werden. Dadurch reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Befundes", so Körbler. Die Technologie ist allerdings nicht in der Basisvariante der Philips-Geräte enthalten, sondern muss mit einem Zusatzpaket nachgerüstet werden. Mit der Spektralanalyse könnte der Hauptkritikpunkt an den präventiven Brustkrebs-Screenings, nämlich die Überdiagnose, geschwächt werden.

Philips erhoffe sich durch den Start des neuen Screening-Programms in Österreich steigende Nachfrage nach entsprechenden Geräten, erzählt Körbler. Die Technologie der entsprechenden Geräte werde auch in Zukunft noch verbessert werden. Bei der Reduktion der Strahlen-Dosis sei ein weiterer großer Sprung nach vorne, wie es ihn dank der Photonen-Zähl-Technik gegeben hat, in den kommenden Jahren nicht absehbar.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone.at und Philips.