Consumer electronics show
01/06/2011

Neue Version von Microsofts Surface

Der Touchscreen-Tisch wird leichter, dünner und stabiler

Microsoft hat eine Version von Surface angekündigt. Bisher war der Touchscreen-Tisch, der als Gadget und interaktive Verkaufsfläche für Lokale und Geschäfte gedacht ist, groß, schwer und teuer und deshalb nur selten anzutreffen. Die 2011er-Version ist nur noch 10 Zentimeter dick. Möglich wird die drastische Schlankheitskur durch einen Technologie-Wechsel. Der alte Surface benötige fünf Kameras, die Infrarot-Reflexionen der auf der Oberfläche befindlichen Objekte filmten. Die neue Technik nennt Microsoft "Pixel Sense", bei der jeder Pixel des Bildschirms als Kamera fungiert. Wie genau das funktioniert, wollte Microsoft noch nicht verraten.

Der neue Surface kann nicht nur mehrere Hände und Finger präzise erkennen, sondern auch Objekte und Texte. Bei der ersten Surface-Version war dies nur durch spezielle Tags möglich, mit denen die Objekte versehen sein mussten. Mit der neuen Surface-Variante könnte jetzt etwa auch eine Handschrifterkennung möglich sein.

==Neu-Positionierung
Neben der Infrarot-Kamera verbirgt sich im Gehäuse von Surface ein vollwertiger Windows-7-Rechner, nur eben mit Surface-Oberfläche. Dies soll eine leichte Programmierung von Anwendungen ermöglichen. Durch den geringeren Platzaufwand kann Surface jetzt auch wie ein Flat-TV aufgestellt werden und soll dadurch eine weitere Verbreitung als bisher finden. Beruhigend für Lokal-Besitzer: Der neue Surface nutzt ein durchgehendes "Gorilla"-Glas, das selbst den Aufprall einer Bierflasche aus 45 Zentimer Höhe überstehen soll. Auch der sich in der Folge darüber ergießende Gerstensaft soll Surface nichts anhaben können.

Einen Preis für den neuen Surface und verfügbare Display-Größen wollte Microsoft noch nicht nennen. Der alte Surface hatte eine Bildschirmdiagonale von 30 Zoll und kostete rund 10.000 Euro.

(Gregor Gruber/Las Vegas)