Für Apple sei es leicht möglich, die Nachrichten zu entschlüsseln

© Mark Lennihan/AP/dapd

Mobile Health
02/17/2014

Neues Apple-Produkt soll Herzanfälle voraussagen

Laut einem Bericht arbeitet Apple an einem Produkt, das über Audio-Analyse mögliche Herzanfälle voraussagen kann. Zudem war Apple 2013 an einem Tesla-Kauf interessiert.

Trotz Milliardenumsätzen mit iPhone, iPad und Mac drängen zahlreiche Apple-Investoren darauf, dass der kalifornische Konzern neue Geschäftsfelder erschließt. Einem Bericht des San Francisco Chronicle zufolge versucht Apple derzeit genau das und arbeitet an einem neuen Produkt, das den menschlichen Herzschlag analysieren und Herzanfälle voraussagen kann. An diesem Projekt ist unter anderem der bekannte Toningenieur Tomlinson Holman, der THX und 10.2 Surround-Sound entwickelt hat, beteiligt. Die Herzfrequenz soll über Audio-Analyse erfasst und mögliche Verstopfungen der Arterien so erkannt werden.

Entsperren mit Herzfrequenz

Apple habe sich im Dezember mit der US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) getroffen, um dort „Mobile Medical Applications“ zu besprechen. Zudem wurden bereits einige Patente eingereicht, die die Erfassung der Herzfrequenz beinhalten. So könnte diese als „Passwort“ zum Entsperren eines Smartphones herhalten, da die Herzfrequenz bei jedem Menschen einzigartig sei.

Hinweise auf die Expansion in das Geschäftsfeld Mobile Health könnten auch die derzeit laufenden Übernahme-Gespräche mit dem Smartwatch-Hersteller Basic Science sein, deren Basic-Smartwatch ebenfalls den Puls erfasst. Auch Google, Samsung und Microsoft verhandeln derzeit mit Basic Science.

Interesse an Tesla

Neben Mobile Health hatte aber Apple offenbar auch Expansionspläne für die Auto-Branche. Laut San Francisco Chronicle hat sich Tesla-CEO Elon Musk bereits Anfang 2013 mit Apple-Managern, darunter wohl auch Apple-CEO Tim Cook, getroffen. Es ist unklar, was dort besprochen wurde, ein Kauf kam jedoch offenbar nicht zustande. Für Tesla würde Experten zufolge eine Apple-Übernahme wenig Sinn machen, da Tesla ohnedies Zugang zu großen Geldmitteln über die Wall Street habe.

„Ich könnte mir eher eine Partnerschaft als eine Übernahme vorstellen“, so Andrea James, Analyst für Dougherty & Co. Die Verbindung zwischen Apple und Tesla ist bereits jetzt sehr groß, das Unternehmen hat zahlreiche ehemalige Apple-Manager eingestellt. So entwickelte George Blankenship, vormals Apple Marketing-Chef, das Store-Konzept für Tesla, das große Ähnlichkeiten mit Apple Stores aufweist.