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07.05.2015

Neues Tesla-Auto wird im März 2016 vorgestellt

Tesla-CEO Elon Musk hat im Rahmen der Präsentation der Quartalsergebnisse erstmals einen detaillierten Zeitplan für das Mittelklasse-Elektroauto Model 3 genannt.

„Wir hoffen, dass wir das Model 3 im März herzeigen können“, so Tesla-CEO Elon Musk. Die Massenproduktion soll demnach Mitte bis Ende 2017 starten, wobei Ende des Jahres laut Musk realistischer sei. Laut Gerüchten soll das neue Modell um etwa 35.000 US-Dollar verkauft werden.

Das Model 3 dürfte somit Teslas Mainstream-Modell werden. Die bisher vorgestellten Varianten Model S und Model X sind eher im hochpreisigen Segment angesiedelt. Das kommende Auto soll außerdem 20 Prozent kleiner als das Model S sein.

Verluste

In Sachen Finanzen fuhr Tesla abermals einen hohen Verlust ein. Im ersten Quartal fiel ein Minus von knapp 154,2 Millionen Dollar an. Das war immer noch besser als Analysten erwartet hatten, die Aktie legte am Mittwoch nachbörslich um gut ein Prozent zu. Im Vorjahresquartal hatte Tesla 49,8 Millionen Dollar verloren. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um fast 52 Prozent auf 893,3 Millionen Dollar.

In dem Vierteljahr wurden gut 10 000 Fahrzeuge ausgeliefert, im laufenden Quartal sollen es bis zu 11 000 sein. Tesla sieht sich weiterhin auf Kurs, die Auslieferungen in diesem Jahr auf 55 000 Autos zu steigern. Dabei soll auch das neue Model X helfen. Konzernchef Elon Musk bekräftigte, dass es im dritten Quartal auf den Markt kommen soll. Der Start hatte sich aus verschiedenen Gründen immer weiter verzögert. Im vergangenen Jahr lieferte Tesla gut 31 650 Autos seines Model S aus, des aktuell einzigen Modells.

Batterien ausverkauft

Musk stellte vergangene Woche Batterien für Haushalte vor, die den Einsatz erneuerbarer Energien erleichtern sollen. Seitdem seien über 38 000 der flachen „Powerwall“-Batterien zum Anbringen an der Wand geordert worden, sagte Musk in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen. „Wir sind praktisch bis Mitte kommenden Jahres ausverkauft.“ Die Batterien sollen vor allem aus einer riesigen neuen Fabrik kommen, die Tesla im US-Bundesstaat Nevada baut.

Das Batterie-Werk war ein zentraler Ausgaben-Posten für Tesla im vergangenen Quartal, neben der Vorbereitung für die Produktion des Model X. Die Nachfrage bei dem neuen Modell sei höher als erwartet, versicherte Musk, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Preiserhöhung in Europa

In Europa will Tesla die Preise um rund fünf Prozent erhöhen, um die negativen Effekte durch den starken Dollar abzufedern. Er lässt die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in US-Währung für die Bilanz niedriger erscheinen.