© Michael Leitner

IFA 2014
09/06/2014

Nokia Lumia 730: Selfie-Alternative zum Moto G ausprobiert

Nokias Lumia 730 will mit einer Weitwinkel-Frontkamera sowie einer neuen Kamera-App Selfie-Fotografen ansprechen.Das Budget-Smartphone überzeugt aber auch ohne Selfies.

von Michael Leitner, Gregor Gruber

Es hat den Anschein, als würde es schon bald eine neue Geräteklasse für Smartphones geben: das „Selfie-Smartphone“. Smartphones mit hochauflösender Frontkamera liegen auf der IFA im Trend, neben HTC hat auch Nokia mit dem Lumia 730 ein Selfie-Modell vorgestellt. Doch steckt dahinter nur ein Marketing-Trick oder machen die hochauflösenden Frontkameras Sinn? Die futurezone hat sich Nokias Mittelklasse-Modell Lumia 730 näher angesehen.

Nokia Lumia 730

Nokia Lumia 730

Nokia Lumia 730

Nokia Lumia 730

Nokia Lumia 730

Das Lumia 730 ist Nokias Übergang von den Günstig-Modellen (Lumia 530 und 630) zur Oberklasse. Das macht sich auch am Design bemerkbar, das sich eher am Flaggschiff Lumia 930 orientiert, dabei aber auf Metall verzichtet und lediglich auf griffigen Kunststoff setzt. Es gibt aber auch eine Variante mit glattem Kunststoff-Gehäuse, das jedoch etwas anfälliger für Fingerabdrücke sein dürfte.

Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend, das Polycarbonat-Gehäuse ist steif und lässt sich keinen Millimeter eindrücken. Auch die Tasten machen einen soliden Eindruck und geben gutes Feedback. Leider fehlt ein dezidierter Kamera-Knopf, der nach wie vor den High-End-Modellen vorbehalten bleibt.

Drahtloses Laden

Das 4,7 Zoll große HD-Display machte einen hervorragenden Eindruck. Lediglich die Blickwinkelabhängigkeit fiel negativ auf, der Bildschirm verlor beim Kippen rasch an Helligkeit. Der 2.200 mAh-Akku kann getauscht werden, unter dem Gehäuse verbirgt sich zudem ein microSD-Kartenslot.

Mit dem Lumia 735, der LTE-Version des Lumia 730, ist zudem drahtloses Laden über eine optional erhältliche Ladestation möglich. Wie im Lumia 830 ist ein Snapdragon 400-SoC verbaut (Quadcore, 1,2 GHz), der mehr als ausreichend Leistung für Windows Phone 8.1 bietet.

Ab in den Weitwinkel

Der Fokus liegt auf der Frontkamera, die Bilder mit fünf Megapixel Auflösung aufnimmt. Das ist deutlich weniger als beim HTC Desire 820 (8 Megapixel), aber dennoch ausreichend. Die Frontkamera nimmt Bilder im Weitwinkel (24 mm) auf, wodurch besonders viele Personen auf eine Aufnahme passen sollen. Im Test machte sich das durchaus bemerkbar, auch bei einer Aufnahme im Hochformat passen problemlos mehr als zwei Personen auf ein Bild ohne Kuscheln zu müssen.

Wem die Auflösung der Frontkamera nicht reicht, kann dank einer cleveren Software-Funktion auch die 6,7 Megapixel-Hauptkamera zum Aufnehmen von Selfies nutzen. Dafür aktiviert der Benutzer den Selfie-Modus und richtet die Kamera auf sich. Ein Signal-Ton gibt an, ob das Gesicht erkannt und dieses in der Mitte des Suchers platziert wurde. Die Aufnahme erfolgt nach ein paar Sekunden automatisch. Leider ließ sich dieses Funktion im Hands-On nicht ausprobieren, da ein Software-Update auf dem Vorseriengerät fehlte.

Gesichts-Editor

Die neue Selfie-App bietet viele Funktionen, nicht nur simple Filter. Mit einigen Reglern, die schon von anderen Lumia-Geräten bekannt sind, lassen sich beispielsweise einzelne Elemente des Gesichts verändern. So können die Augen stufenlos vergrößert oder das gesamte Gesicht verschlankt werden. Die Auswahl ist groß, man fühlt sich schon fast an den Charakter-Editor aus Die Sims erinnert.

Auf den acht Gigabyte internem Speicher sowie den 15 Gigabyte OneDrive-Cloudspeicher soll ausreichend Platz für Selfies und Videos vorhanden sein. Optional kann der Speicher per microSD-Karte erweitert werden.

Fazit

Das Lumia 730 ist ein gutes Gesamtpaket für Einsteiger und mit einem Preis von 199 Euro (ohne Umsatzsteuer) eine interessante Alternative zu Motorolas Moto G. Die Selfie-Kamera ist von eher durchschnittlicher Qualität, die Selfie-App macht das aber wieder wett. Das Smartphone soll bereits ab September verfügbar sein.

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Disclaimer:

Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der IFA in Berlin. Die Reisekosten wurden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung, Sony, HB Austria und Philips übernommen.

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