Produkte 14.03.2013

Nvidia hat sich gegen Sonys PS4 entschieden

© Bild: Sony

In einem Interview sagt Tony Tamasi, dass Sony Nvidia zu wenig Geld geboten hat, um den Grafikprozessor der PS4 herzustellen. Anstatt Chips für Sony oder Microsoft zu entwickeln, wolle man sich auf eigene Projekte konzentrieren.

Obwohl in der PS3 ein Grafikchip von Nvidia verbaut war, stellte Sony die Nachfolgekonsole PS4 mit einem Prozessor und Grafikchip von AMD vor. Glaubt man Tony Tamasi, Senior Vice President of Content and Technology bei Nvidia, war das nicht allein Sonys Entscheidung. „Wir kamen zu dem Schluss, dass wir keine Geschäfte zu dem Preis machen wollten, den die Typen bereit waren zu zahlen", so Tamasi in einem Interview mit Gamespot.

„Nach der Xbox und PS3 verstehen wir die Ökonomie und Nachteile der Konsolen-Entwicklung", so Tamasi. Er sieht das Konsolen-Geschäft als Opportunitätskosten: „Wir entwickeln gerade eine ganze Menge Zeug. Wenn wir an einer Konsole arbeiten würden, müssten wir uns fragen, welche anderen Projekte wir dafür auf Halde legen müssten. Wir haben nur eine bestimmte Anzahl an Entwicklern und wenn wir Chips für Sony oder Microsoft machen, heißt das, dass wir wahrscheinlich keine Chips für etwas anderes machen."

Es wurde schon zuvor gemunkelt, dass der Nachfolger der Xbox360 mit AMD-Chips ausgestattet sein wird. Tamasis Aussagen zufolge scheinen diese Gerüchte zu zutreffen. Welche speziellen Projekte Nvidia über die Konsolen-Entwicklung stellt, geht aus dem Interview nicht hervor. Nvidia hat kürzlich mit Project Shield eine eigene, auf Android-basierende, portable Spielkonsole vorgestellt, ebenso wie den Tegra 4 und 4i-Prozessor für Smartphones und Tablets.

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Erstellt am 14.03.2013