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19.04.2016

Österreicher bringen 3D-gedruckten Schienbeinschoner

Ein oberösterreichisches 3D-Druck-Unternehmen will mittels 3D-Druck Hobby- und Profi-Fußballern helfen. Der "Zweikampf" soll über Kickstarter finanziert werden.

Neben Laufschuhen könnte schon bald weitere Sportartikel mit dem 3D-Drucker hergestellt werden. Dafür sorgt unter anderem das Linzer Unternehmen Bernstein Innovation. Der auf 3D-Druck spezialisierte Betrieb hat Schienbeinschoner für Hobby- und Profi-Fußballer entwickelt, die mittels 3D-Drucker produziert und personalisiert werden. Laut dem Unternehmen handelt es sich beim „Zweikampf“ um die ersten in Serie produzierten Schienbeinschoner aus dem 3D-Drucker.

Inspiration von Samurai

Der dreiteilige Schienbeinschoner setzt auf Personalisierung dank 3D-Druck. So kann neben Größe und Härtegrad des Inlays auch eine Beschriftung mit Name und Nummer an der Innenseite erfolgen. Die oberste Schicht, die sogenannte „ Shell“, setzt auf eine Y-förmige Struktur, die laut dem Hersteller von alten japanischen Rüstungen inspiriert wurde.

Der Aufbau soll dafür sorgen, dass ein Aufprall gleichmäßig auf der ganzen Fläche verteilt wird und es nicht zu punktuellen Belastungen kommt. Zudem fällt das Gewicht mit rund 75 Gramm deutlich leichter aus. Eine spezielle Schicht verleiht der Außenseite zudem mehr Grip und soll dafür sorgen, dass die Schienbeinschoner nicht verrutschen. Für die Entwicklung des „ Zweikampf“ wurden rund 250 Schienbeine mit einem 3D-Scanner analysiert.

Auf Kickstarter gestartet

Um die Serienproduktion starten zu können, sucht man derzeit auf Kickstarter nach Unterstützern. Die Crowdfunding-Kampagne wurde am 18. April gestartet, als Förderziel werden 50.000 Euro angepeilt. Der Preis für die personalisierten Schienbeinschoner liegt, je nach Variante, zwischen 125 und 150 Euro. Die Produktion und Auslieferung soll - bei erfolgreicher Kickstarter-Kampagne - bereits Mitte Mai beginnen.