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23.12.2012

Online-Geschenke auf den letzten Drücker

Nur noch wenige Tage bis Stunden vor Weihnachten und immer noch kein Geschenk? Laut Umfragen von GfK und eBay ist solch eine zeitliche Zwickmühle durchaus üblich, da viele das Einkaufsshopping vor sich herschieben. Der damit verbundene Stress, die Hektik in den Einkaufsstraßen und die überfüllten Geschäfte schrecken ab.

Es ist kaum verwunderlich, dass auch im Jahr 2012 die Bestellungen über das Internet extrem zugenommen haben.  Anbieter, aber auch Auslieferer wie die Post verzeichnen deutliche Sprünge bei Online-Bestellungen. Für den Netz-Einkauf in letzter Sekunde stellt das Mausklick-Shopping allerdings keine Option mehr dar – zu hoch ist die Unsicherheit, ob das kurz vor Weihnachten bestellte Paket rechtzeitig kommt. Am Tag X ist es für so eine Aktion dann ohnehin zu spät.

Alles Gutschein
Stattdessen bietet sich die Anschaffung eines Gutscheins an, der selbst Minuten vor der Bescherung noch ausgefüllt und geordert werden kann. Egal ob Online-Versandhaus, Software-Anbieter oder Erlebnis-Marktplatz: Überall kann mit Kreditkarte mit wenigen Klicks ein Gutschein-Code generiert werden. Diesen druckt man aus, um ihn als Geschenk zu überreichen.

Die Chancen, dass sich der Beschenkte darüber freut, sind übrigens hoch. Denn im Gegensatz zur gefürchteten Unterwäsche und dem Klassiker Socken stehen laut eBay-Umfrage und GfK-Analyse Gutscheine weit oben auf den Wunschlisten. Laut GfK will jeder Vierte entweder eine Gutschrift oder Geld. Auch laut eBay hoffen 20 Prozent der Österreicher auf einen Gutschein, elf Prozent spekulieren auf Unterhaltungselektronik und sieben Prozent wünschen sich insgeheim ein Erlebnis wie eine Ballonfahrt oder einen Fallschirm-Sprung.

Codes und Credits
Geld ist für viele Beschenkte das beste Präsent, denn man kann es für das verwenden, was man wirklich will. Manchen Schenkenden ist das aber zu wenig kreativ, deutet es doch an, dass sich der Schenkende nichts Ordentliches überlegt hat. Einen Mittelweg stellen hier Geld-Gutscheine für Web-Services dar. So zeigt man, dass man sich zumindest Gedanken gemacht hat.

Nahezu jedes Online-Versandhaus und jeder Web-Shop haben Guthaben im Sortiment, die man bequem über das Web ordern kann. Beim Kauf erhält man via E-Mail einen Code, den man dann einfach weitergibt. Zuvor muss man sich lediglich überlegen, welcher Anbieter am besten passt.

Für Besitzer von Apple-Geräten bieten sich iTunes-Gutscheine an. Damit kann man Spiele, Musik und Software kaufen. Für Modebegeisterte kommt etwa  Zalando infrage, für Technik-Fans MediaMarkt, Saturn oder Conrad. Ist der zu Beschenkende ein Gamer,  freut sich dieser über „Punkte", die er gegen Spiele eintauschen kann. Sowohl Nintendo als auch Xbox360 haben separate Online-Marktplätze, auf denen man mit dieser Währung einkaufen kann.

Will man sich auf keine Branche festlegen, macht Amazon Sinn, da dort das Angebot am breitesten ist. Oder aber man löst in der Trafik oder Geschäften wie Libro oder Niedermeyer einen „Cash4Web"-Bon. Dabei handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte von PayLife. Diese lädt man mit einem bestimmten Betrag auf und kann danach  überall im Internet sicher zahlen.  Ist das Guthaben aufgebraucht, wirft man den Bon weg.

Domain und Karte
Wer in letzter Sekunde ein persönliches, aber doch sehr sachliches Geschenk sucht, kann den Kauf einer Internet-Adresse überlegen.  Über das Web lassen sich Domains recht zügig ordern. Zudem sieht man sofort, welche Anschriften schon vergeben sind. In Österreich kann man die Anschaffung über nic.at abwickeln. Die Adresse selbst kann dann für eine Homepage oder einen Blogging-Dienst verwendet werden.

Ebenfalls nüchtern, aber nicht minder praktisch sind Aktualisierungen für Navigationsgeräte (Autos, Motorrad, Wanderer etc.). Auf den Herstellerseiten gibt es Codes, die man hierfür verschenken kann.

Spannende Abenteuer
Die Nachfrage nach Gutscheinen für Erlebnisse aller Art nimmt weiterhin zu. Jolly Days, Österreichs erster und führender Anbieter in diesem Bereich, hat im vergangenen Jahr 80.000 Gutscheine ausgestellt, für 2012 wird ein deutlicher Ansprung erwartet. Denn auch heuer greifen gerade zu Weihnachten wieder viele zu Erlebnis-Geschenken. 4000 Aktionen bietet Jolly Days an, wobei Events mit Essen oder Action sehr beliebt sind: Whiskey-Seminare, Fallschirmsprünge oder Sportwagen-Touren zählen zu den Klassikern.

Dass Erlebnisse ein lukratives Feld sind, zeigt auch das verstärkte Aufkommen von Konkurrenz-Portalen. Eines der meistversprechenden ist Gidsy aus Berlin. Auch hier werden Events angeboten. Allerdings sind diese von Privatpersonen organisiert – was die Sache persönlicher und einzigartig machen soll.

Um den Überblick im Angebot-Dschungel zu wahren, gibt es seit Kurzem ein Vergleichs-Portal: Mit Givester aus Österreich können Erlebnis-Angebote im Web bequem gegenübergestellt werden.

Abos
Der Großteil der Web-Dienste ist zwar kostenlos, das Angebot hat aber seinen Preis: Meist sind viele Funktionen eingeschränkt oder gesperrt, oft wird auch lästige Werbung eingespielt. Gegen Gebühr, meist für ein zeitlich begrenztes Abo, kann die Premium-Version genutzt werden, die dann den vollen Funktionsumfang bietet. Und genau dieses Upgrade auf die Top-Version eignet sich auch gut zum Verschenken.

Will man es seriös angehen, gibt es zahlreiche Web-Dienste, die im digitalen Alltagsleben helfen. So bietet sich als Geschenk beispielsweise mehr Speicherplatz bei dem beliebten Online-Speicher Dropbox an. Über diesen können Daten nicht nur archiviert, sondern mit anderen auch bequem geteilt werden. Wer schon viel Speicher hat, kann zum österreichischen Dienst Wappwolf greifen, das Abläufe über Dropbox und andere Dienste automatisiert.

Weitere praktische Werkzeuge sind LastPass, das beim Passwort-Verwalten hilft, der Telefonie-Dienst Skype sowie das Verwaltungsservice Evernote. Letzteres ist eine Art Online-Archiv für Notizen, Webseiten und Dokumente, das hilft, Aufgaben und Ideen zu organisieren. In der Premium-Version gibt es mehr Speicher und Funktionen.

Natürlich gibt es auch Apps, die nicht das Büro, sondern die Freizeit betreffen. Musik-Fans kann ein Abo des populären Streaming-Diensts Spotify oder dessen Konkurrenten Deezer geschenkt werden. Während der Abodauer kann man am Handy oder PC Millionen Songs kostenlos in hoher Qualität und ohne Werbepausen hören.

Für Sportler bietet sich etwa die Premium-Version von Runtastic an. Diese protokolliert Trainingsfortschritt und schaltet weitere Funktionen frei. Fotografen wiederum freuen sich über ein Abo beim Foto-Portal Flickr, das mehr Speicherplatz bringt.
Wer gerne Sprachen lernt, kann Abos zu Diensten wie  Busuu oder Rosetta Stone verschenken. Hobby-Köche werden sich über Kochabo.at freuen, das Zutaten und Rezepte an die Haustür liefert.