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24.06.2013

Playstation 4 setzt auf Open-Source-Herz

Sonys neue Spielekonsole verwendet das UNIX-Derivat FreeBSD als Betriebssystem. Damit hält nach dem kurzlebigen, optionalen Linux-Zwischenspiel auf der Playstation 3 erneut ein Open-Source-System Einzug in der Konsolenwelt.

Der Name der von Sony entwickelten FreeBSD-Verion ist Orbis OS. Die Software basiert auf der aktuellen Verision 9 des UNIX-Betriebssystems, wie phoronix berichtet. Durch den Wechsel auf die x86_64-Architektur ist eine Adaptierung von FreeBSD eine kostengünstige und einfache Methode für Sony, die Konsole mit einer Basissoftware auszustatten.

Auf Screenshots, die von vgleaks veröffentlicht wurden, ist außerdem zu sehen, dass aktuelle Entwickler-Versionen der PS 4 den  GNU Grand Unified Bootloader (GRUB) nutzen, um FreeBSD zu starten. GRUB kommt auch bei vielen LINUX-Distributionen zum Einsatz. Ob die Installation anderer Betriebssysteme auf der PS 4 möglich sein wird, ist noch nicht bekannt.

Bei der PS 3 wurde diese Option erst gewährt, dann aber wieder eingestellt. Ob es erlaubt sein wird, LINUX-Anwendungen, die zum Großteil über einen Kompabilitätsmodus unter FreeBSD ausgeführt werden können, zu installieren, bleibt ebenfalls offen.

Sonys Entscheidung für FreeBSD dürfte vor allem mit der Lizenz zu tun haben, unter der das Betriebssystem steht. Diese räumt dem Nutzer größere Freiheiten ein, als das etwa beim Linux-Kernel der Fall ist. Um die AMD-Grafik der PS 4 ordnungsgemäß zu unterstützen, muss SONY allerdings einen Treiber mit AMD entwickelt haben. Unter FreeBSD gab es bislang nämlich keinen.

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