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Österreich
10/31/2011

Post wickelt 60.000 Aufträge online ab

Die österreichische Post hat eine erste positive Bilanz bei ihren Online-Services gezogen: Innerhalb eines Jahres hat sich die Nutzung der Dienste verdreifacht, es wurden im Jahr 2011 bereits über 60.000 Aufträge verzeichnet. Die Angebote sollen in Zukunft ausgebaut werden.

Die Online-Aufträge reichen vom Erteilen von Nachsendeaufträgen bis hin zum Empfangen von behördlichen Sendungen. Die Services werden immer stärker angenommen, wie Mirjam Teicht, die für die Online-Services der Post verantwortlich ist, der futurezone erklärt: "Im Vergleich zum Jahr 2010 konnten wir heuer eine Verdreifachung verzeichnen, insgesamt wurden bis jetzt mehr als 60.000 Postaufträge online erteilt."

Die Services nutzen
Wenn man die angebotenen E-Services auch als Kunde einsetzen will, muss man sich zuerst online registrieren. Anschließend kann man mit einem Lichtbildausweis seine Identität in einer Postfiliale verifizieren. Nach einer Bearbeitungszeit von rund drei Tagen, stehen die Online-Services zur Verfügung. Dass die Ausweispflicht eine gewisse Hürde darstellt, ist Teicht bewusst, hier werde jedoch bewusst auf hohe Sicherheitsstandards geachtet.

Nach der Verifizierung können Nutzer direkt online Nachsendeaufträge oder Postvollmachten erteilen. Außerdem kann man eine längere Abwesenheit bekannt geben, damit Sender von RSA- und RSB-Briefen entsprechend informiert werden und nicht die Gefahr besteht, dass man wichtige Fristen versäumt. Darüber hinaus kann eine Wunschfiliale festgelegt werden, bei der man eingeschriebene Briefsendungen abholen möchte, dabei wird man als Kunde via SMS oder E-Mail über neue Sendungen informiert. Auch ein Urlaubs- oder ein Postfach kann eingerichtet werden, damit werden Sendungen nach Wunsch in einer bestimmten Filiale hinterlegt.

Paketmarke selber ausdrucken
Wer ein Paket verschicken möchte, kann die entsprechende Marke nach Angabe von Größe und Gewicht ebenfalls direkt ausdrucken und dann nur noch in einer Post-Filiale oder bei einem Partner abgeben. Im Rahmen eines weiteren Pilotprojekts soll es in Wien demnächst auch möglich sein, die Sendungen rund um die Uhr bei entsprechenden Automaten in Post-Foyers aufzugeben. Im Gegensatz zu einem traditionellen Briefkasten, ist es dort auf Wunsch auch möglich, eine Bestätigung samt Nachverfolgungsnummer auszudrucken.

Mit "Mein Brief" können sensible Dokumente nachweislich versandt und empfangen werden. Das ermöglicht es auch, behördliche Briefe direkt in das Online-Postfach zugesandt zu bekommen. Um den Dienst zu nutzen, ist entweder eine aktivierte Bürgerkarte, oder Handy-Signatur notwendig. Das Service soll in naher Zukunft ebenfalls ausgeweitet werden. So soll das Verwalten von Rechnungen vereinfacht werden, Details wollte Teicht noch nicht verraten.

Insgesamt stoßen die Online-Dienste auf positive Resonanz beim Kunden und sollen darum noch ausgebaut werden. “Wir wollen alles abdecken, was online möglich ist”, so Teicht. “Derzeit stehen wir noch am Anfang, glauben aber fest daran, dass wir in Zukunft noch viele weitere Funktionen anbieten können.”

SMS-Benachrichtigung
Anfang Oktober hat die österreichische Post außerdem ein Pilotprojekt

, wo Empfänger von Paketen per SMS oder Anruf darüber informiert werden, wann genau eine Sendung eintrifft. Damit soll die Zahl der ungeliebten gelben Zetteln dauerhaft reduziert werden. Da derzeit erst die Pilotphase in Teilen von Wien und Linz läuft, wird es noch einige Zeit dauern, bis wirklich alle Österreicher von dem Service profitieren.

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