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Appzone
09/26/2011

RadioRec: Sendungen am iPhone aufnehmen

Seit einigen Tagen gibt es mit RadioRec Austria eine kostenlose iPhone-App, mit der sich Radiosendungen von elf österreichischen Radiostationen für den Privatgebrauch aufnehmen lassen. Der Entwickler erzählt der futurezone, was die App von anderen Radio-Apps unterscheidet. Im futurezone-Kurztest fiel die App vor allem durch sein gelungenes User-Interface-Design positiv auf.

von Barbara Wimmer

"Wir hören selbst sehr gerne Radiosendungen. Oft ergeben sich wunderschöne Playlists mit netten Kommentaren von den Moderatoren", beschreibt Marcus Stadler von Alvario seine Motivation für die Entwicklung der iPhone-App RadioRec Austria. Diese entstand zusammen mit dem Team von MangoBits, das sich um die technische Umsetzung gekümmert hat.

Bisher stehen elf Sender zum Anhören und unbegrenzten Aufnehmen bereit, darunter Radio FM4, Ö3, Krone Hit, NRJ, Superfly, Lounge.fm, 88.6, Antenne Vorarlberg, Radio Arabella 96.7, Technobase.fm und das Klassik Radio. Weitere Sender sollen handverlesen folgen: "Es ist eine Ausweitung auf insgesamt 20 Sender geplant. Wir orientieren uns dabei an der Nachfrage der Kunden", erklärt Stadler.

Konkurrenz-Apps
Es ist allerdings nicht die erste App fürs iPhone, mit der es möglich ist, Radiosendungen aufzuzeichnen. So gibt es mit "Radio Österreich" um 0,79 Euro etwa eine Konkurrenz-App, bei der sämtliche österreichischen Sender abrufbar sind. Auch internationale Radio-Apps gibt es wie Sand am Meer. Die Konkurrenz sieht Stadler allerdings eher gelassen. "Wir warten unsere Streams täglich. Das ist bei einer unendlichen Sender-Vielfalt nahezu unmöglich. In so einem Fall kommt es häufig vor, dass einzelne Streams mehrere Tage lang nicht erreichbar sind", erzählt Stadler.

Solange mit der App nichts verdient wird, werden laut Stadler auch keine zusätzlichen Gebühren fällig. Zudem hält das Team viel vom Open Source-Gedanken. Für die private Nutzung ist das Aufnehmen von Radiosendungen nämlich erlaubt. Es gibt bei der App allerdings Werbeeinblendungen in der unteren Menüleiste.

Gelungenes User-Interface
In einem Kurztest der futurezone sticht die RadioApp Austria vor allem durch das auf Funktionalität ausgelegte Design heraus. Es gibt keinen Knopf zu viel und die App ist in der Regel selbsterklärend und gut verständlich aufgebaut. "Unser Motto dabei war, dass wir uns auf das Wesentliche beschränken", erklärt Stadler. Es gibt mit "Sender" und "Aufnahmen" unten zwei klar definierte Bereiche. Unter "Sender" werden die elf Stationen angeführt. Diese kann man individuell verschieben und unter dem Menüpunkt "Bearbeiten" seine Lieblingssender nach oben reihen.

Wählt man eine Station aus, erscheint eine Art designter Lautsprecher, ein großer Knopf zum Abspielen des Programms sowie ein Aufnahmeknopf. Dieser fällt allerdings im Verhältnis relativ klein aus. Dafür sieht man gleich daneben die Zeitangabe, wie lange die Aufnahme bereits läuft. Wie überall, leuchtet der Aufnahmeknopf rot, wenn die Aufnahme läuft. Wenn dagegen nur der Sendung gelauscht wird, erscheint der entsprechende Knopf in blau.

Unter "Aufnahmen" werden die Sendungen, die man aufgenommen hat, der Reihe nach angezeigt. An oberster Stelle findet sich die erste Aufnahme, die mit dem Datum, der Uhrzeit und dem Titel der Radiostation versehen ist. Unter dem Button "Bearbeiten" lassen sich die Sendungen mit einem Zwei-Click-System ganz einfach löschen. Die Sendungen werden dabei als .mp3-Datei gespeichert. Im futurezone-Test wurde zu allen elf Sendern sowohl via WLAN als auch via 3G eine rasche Verbindung hergestellt.

Läuft auch im Hintergrund
Die App inklusive Aufnahme funktioniert auch dann einwandfrei, wenn man weitere Apps oder den Browser geöffnet hat. Im Prinzip lassen sich die Radiosendungen unbegrenzt aufnehmen und auch am PC oder Mac bearbeiten. In einem Update möchte Stadler die App um eine Facebook-Integration erweitern, sodass die Sender, die man gerade hört, mit Freunden geteilt werden können. In Folge ist eine RadioRec-App für Deutschland geplant, die noch im Oktober erscheinen soll. "Mit Sicherheit wird es auch eine Android-Version geben, die steckt jedoch noch in den Kinderschuhen", so Stadler.