Produkte
05.01.2017

Samsung @ CES: Sprechende Kühlschränke und Gaming-Notebooks

Samsung kündigt neue Chromebooks an, verspricht Start-ups 150 Millionen US-Dollar und will sehr bald erklären, warum das Note 7 explodiert ist.

Samsung hat die Pressekonferenz im Rahmen der Elektronikmesse CES für einen Rundumschlag genutzt. Ein Wunsch von vielen Besuchern wurde aber nicht erfüllt: Endlich zu erfahren, warum die Akkus des Galaxy Note 7 zu brennen anfingen. Aber der südkoreanische Konzern verleugnet das Note 7 nicht: Gleich zu Beginn wurde gesagt, dass man sehr bald die Ergebnisse der Untersuchungen veröffentlichen werde und alles unternehme, damit so etwas zukünftig nicht mehr passiere.

Abgesehen von der Explosionsvermeidung, sieht Samsung seine zukünftigen Tätigkeiten vermehrt bei Themen wie KI, Auto, Machine Learning, Internet of Things, 5G und die Cloud – also so ziemlich alles, was gerade in der IT-Welt angesagt ist.

Den Schritt ins Auto habe man bereits mit der geplanten Übernahme von Harman gemacht. Für die anderen Themen möchte Samsung auch mit Start-ups zusammenarbeiten. Dazu wurde der Samsung NEXT Fund gegründet. Dieser soll 150 Millionen US-Dollar für Start-ups zur Verfügung stellen, die bevorzugt in den Bereichen „Virtual Reality, künstliche Intelligenz, IoT und andere neue Technologien“ tätig sind.

Sprechender Kühlschrank

Bei den Endkunden-Produkten widmete Samsung seinen neuenQLED-TVsdie meiste Zeit der Pressekonferenz, dicht gefolgt von Haushaltsgeräten. 2017 soll es neue Größen und Varianten der smarten Family-Hub-Kühlschränke geben. Diese nutzen jetzt Samsungs Sprachsteuerung, die auch bei den Galaxy-Smartphones zu finden ist. So kann dem Kühlschrank angeschafft werden Musik von Spotify abzuspielen oder ein Rezept vorzulesen. Das Interface wurde überarbeitet und soll jetzt einfacher zu bedienen sein.
Mit Flex Wash und Flex Dry hat Samsung zwei Produkte vorgestellt, die vorrangig für den US-Markt gedacht sind. Die Waschmaschine und der Trockner sind für europäische Verhältnisse sehr groß ausgefallen und haben nicht nur ein Fach, sondern gleich zwei. Bei der Waschmaschine sollen im oberen, kleinen Fach schnell einzelne Kleidungsstücke oder kleinere Ladungen Wäsche gemacht werden. Bei Flex Dry dient das obere Trocknerfach etwa für empfindliche Kleidungsstücke. Samsung nennt als Beispiel Seidenschals oder Sportkleidung. Bei beiden Geräten können Haupt- und Nebenfach gleichzeitig verwendet werden.

Chromebooks und Gaming Notebooks

Samsung erweitert sein Portfolio an Notebooks. Wie schon andere Samsung-Laptops, werden diese aber nicht in Österreich erhältlich sein. DasChromebook Pro und Plushaben einen Touchscreen, der um 360 Grad gekippt werden kann. Ein Stylus ist ebenfalls vorhanden, der bei Nichtgebrauch seitlich im Gehäuse verstaut wird.

Beide Chromebooks haben ein 12,3-Zoll-Display im 3:2-Format mit der Auflösung 2400×1600 Pixel. Das Plus nutzt einen OP1-Prozessor, das Pro einen Intel Core M3 Prozessor. Das Plus wird in den USA 449 US-Dollar kosten.

Mit demOdyssey stellt Samsung sein erstes Gaming-Notebook vor. Es wird zwei Größen geben, 17,3 Zoll und 15,6 Zoll. Das 15,6-Zoll-Modell wird in den Farben Weiß und Schwarz angeboten. Beide Varianten haben entspiegelte Displays mit der FullHD-Auflösung. Samsung hebt hervor, dass der RAM durch Klappen an der Unterseite zugänglich ist und so vom User selbst aufgerüstet werden kann.