© Futurezone / Thomas Prenner

TESTBERICHT
11/13/2010

Samsung Xcover 271 - Der Überlebenskünstler

Samsung stellte jüngst das neue Modell Xcover 271 vor, das durch seine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit besonders für den Einsatz unter schwierigen Außenbedingungen geeignet sein soll. FUTUREZONE testete das neues Outdoor Handy unter extremen Bedingungen.

von Thomas Prenner

Smartphones nehmen immer mehr den Markt für Mobiltelefone ein. Egal ob es nun ein iPhone, oder eine Android-basiertes Gerät ist, die kleinen Computer mit den großen Displays werden immer populärer und von immer mehr Menschen genutzt. Trotz dieses Trends, können die, oft eher empfindlichen, Geräte kein Begleiter in allen Lebenssituationen sein. Nicht zuletzt durch die großen Displays sind typische Smartphones sehr gefährdet für äußerliche Einflüsse aller Art, sei es Schmutz, Staub oder Wasser.

Darüber hinaus hält die Akkuladung einer Smartphones selten länger als einen Tag, was nicht zuletzt auch auf die Displaygröße zurück zu führen ist. Diese Umstände machen die Geräte nicht gerade zu idealen Begleitern für Outdoor-Sportaktivitäten, oder gar Campingausflüge, wo besonders die geringe Akkulaufzeit ins Gewicht fallen könnte. Auch auf Arbeitsplätzen mit widrigen Bedingungen, wie auf Baustellen, sind die teuren Gadgets eher fehl am Platz.

Xcover
Doch es gibt Alternativen, damit man auch in Extremsituationen nicht auf sein Mobiltelefon verzichten muss. Immer wieder konzipieren Hersteller Geräte, die besonders für den Einsatz unter schwierigen äußeren Bedingungen gedacht sind. Eines der jüngsten Modelle kommt vom südkoreanischen Konzern Samsung und hört auf die Modellbezeichnung Xcover 271.

Rein äußerlich erinnert das Telefon mit dem klassischen Design vielleicht eher an Modelle, von vor ein paar Jahren. Was am ersten Blick jedoch nur schwer zu erkennen ist, ist die Widerstandsfähgikeit, die das Xcover vorweist. Das Gehäuse samt Display ist kratz- und schmutzgeschützt und soll bis zu einer Wassertiefe von einem Meter noch rund 30 Minuten lang voll funktionsfähig bleiben. Hierfür ist der Akkudeckel mit einer Schraube verschlossen, die sich nur mittels einer Münze oder ähnlichem öffnen lässt

Baustellengeeignet
Die Widerstandskraft des Gerätes testete FUTUREZONE auf der Baustelle des Wiener Hauptbahnhofs. Bei diesem Härtetest blieb dem Gerät wenig erspart, so wurde es von diversen Baufahrzeugen überollt, aus 25 Meter Höhe von einem Kran geworfen und anschließend mit der Stiefelputzmaschine der Bauarbeiter gereinigt. Großteils überlebte das Gerät die Folter, erst beim Überrollen durch einen 14 Tonnen schweren Lastkraftwagen, zeigte es Schwäche und nahm einen bleibenden Displayschaden mit.

Starker Akku
Auch von der Ausstattung her, richtet sich das Xcover 271 an Camping- und Outdoor Aktivitäten. So verfügt das Gerät unter anderem über eine integrierte LED-Lampe, einen GPS-Empfänger (mit dem standardmäßig integrierten Google Maps verwendbar) und einen digitalen Kompass. Darüber hinaus verfügt das Xcover über einen integrierten Pedometer. Der Li-Ionen Akku mit 1.300 mAh soll theoretisch, sofern man nur 2G-Datenverbindungen aktiviert hat, bis zu 600 Stunden Standby- und 19 Stunden Gesprächszeit liefern.Im Alltagsbetrieb dürften diese Werte natürlich geringer ausfallen, bei moderatem Gebrauch kommt man hier wohl etwa eine Woche ohne Steckdose über die Runden.

Schwaches Display
Abstriche, wohl auch aus Stromspargründen, muss man leider beim Display machen. Das 2 Zoll QVGA TFT Display arbeitet mit einer Auflösung von 240x320 und ist somit leider etwas klein ausgefallen.Auch die Schrift ist, selbst bei höchstmöglicher Schriftgröße, schwer zu lesen und somit ungeeignet für schlechte Augen. Im Test wirkte das Display auch insgesamt eher kontrastarm und dunkel.

Auch bei der integrierten Kamera hätten wir uns etwas mehr, als einen 2-Megapixel-Sensor gewünscht. Schnelle Schnappschüsse sind zwar auch hiermit möglich, für mehr, als die geschossenen Bilder auf dem Handydisplay anzusehen, reicht es allerdings nicht aus.

Social-Networking-tauglich
Trotz des kleinen Displays macht die Software einen guten Eindruck. Im Auslieferungszustand sind auf dem Startbildschirm gleich mehrere Widgets eingerichtet, darunter ein Facebook-, sowie Twitter-Client und die Google-Dienste Mail und Maps. Auch ein Media Player ist vorhanden, das Telefon verfügt allerdings nicht über eine Klinkenstecker für Kopfhörer, das mitgelieferte Headset muss stattdessen über den Micro-USB Anschluss angeschlossen werden. Das Xcover verfügt über einen internen Speicher von nur 30 MB, kann jedoch mittels microSD-Karte um bis zu 16 GB erweitert werden.

Fazit
Das Samsung Xcover 271 ist ohne Zweifel ein sehr robustes Gerät, das im Alltagsgebrauch wohl kaum kaputt gehen kann. Das Design ist schlicht, aber durchdacht und in erster Linie an den Grundfunktionen orientiert. Insgesamt ist das Telefon, wohl auch aufgrund des kleinen Displays, in erster Linie für Anrufe und SMS zu gebrauchen. Wer darüber hinaus keine großen Bedürfnisse hat, dürfte im Xcover einen robusten und verlässlichen Begleiter gefunden haben. Auch der Preis ist ansprechend, so kostet das Samsung Xcover 271 ohne Vertrag 149 Euro, bei Drei ist es mit Vertragsbindung kostenlos erhältlich.

Alternative: Nokia 3720 Classic
Wer weniger Wert auf die äußere Widerstandskraft legt, dürfte auch mit dem Nokia 3720 eine ebenfalls widerstandsfähige Alternative finden. Das Gehäuse ist stoß- und spritzwassergeschützt, das Display ist mit 2,2 Zoll eine Spur größer und wirkt im Test schärfer, kontrastreicher und somit besser lesbar, als das, des koreanischen Konkurrenten. Dafür muss man auch mit einer kürzeren Akkulaufzeit rechnen - laut Hersteller 750 Stunden Standby und sieben Stunden Gesprächszeit. Auch auf einen GPS Empfänger, sowie auf 3G Fähigkeit muss man beim 3720 verzichten. Preislich liegt es in einem ähnlichen Bereich wie das Samsung Xcover, der vom Hersteller empfohlene Richtpreis liegt ebenfalls bei 149 Euro.

(Thomas Prenner)

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