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15.02.2013

Skype bringt Telefonanbieter unter Druck

International über Skype telefonierte Gesprächsminuten entsprechen laut einer neuen Studie rund einem Drittel der internationalen Gesprächsminuten über konventionelle Telefonanbieter. Zuletzt ist der Anteil des Voice-over-IP-Anbieters weiterhin gestiegen.

Die neue Studie (PDF) wurde von TeleGeography durchgeführt und zeigt die wachsende Bedeutung von Voice-over-IP am internationen Telefonmarkt. Über konventionelle Telefonanbieter wurden im Jahr 2012 weltweit etwa 490 Milliarden Minuten international telefoniert. Im Vergleich zu Vorjahr entspricht das einer Steigerung von fünf Prozent.

Internationale Skype-zu-Skype-Gespräche hatten 2012 ein Volumen von 167 Milliarden Minuten und konnten ein Wachstum von 51 Millionen Gesprächsminuten (44 Prozent) vorweisen.

© Bild: TeleGeography

Konventionelle Telefonanbieter geraten somit verstärkt unter Druck. Die Vorstöße von Diensten wie Google Voice oder zuletzt

verschärfen die Situation noch zusätzlich. „Internationale Anbieter sind auf ein regelmäßiges Wachstum angewiesen, um die Umsätze stabil zu halten“, sagt Analyst Stephan Beckert gegenüber Ars Technica.

Die zunehmende Nutzung von Skype wirft auch wieder verstärkt Datenschutzfragen auf. So verlassen sich viele Einwohner von autoritär regierten Ländern auf die Abhörsicherheit des Dienstes. Welche Daten aber freiwillig an die Behörden weitergegeben werden, ist weiterhin unklar. Zuletzt 

 einige Organisationen von Microsoft, genau offenzulegen, wie es das Unternehmen bei Skype mit Datenschutz hält.

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