Produkte
19.11.2014

Smartes Heizen im Feuerwehrauto

Der Weltmarktführer bei Standheizungen, Webasto, erobert bei Spezialfahrzeugen von Wien aus den Weltmarkt.

Bis dato hat sich das Wetter noch nicht von jener Seite gezeigt, die Autofahrer an dieses Produkt denken lässt. Wenn aber der erste Frost einsetzt, Scheiben abgekratzt werden müssen und es Minuten dauert, bis es im Auto warm wird, rückt eine Sonderausstattung im Auto ins Visier: Standheizungen. Österreich zählt neben der Schweiz, Deutschland und Skandinavien zu den typischen Standheizungsländern, sie gelten nach Freisprecheinrichtung und Navi zu den nächsten Hightechgeräten, mit denen Autos nachträglich ausgestattet werden.
Jährlich wächst der Markt in Österreich um fünf bis zehn Prozent, derzeit ist bereits jeder zehnte Wagen mit einer Standheizung ausgestattet – bei einem Drittel davon wurde die Heizung nachträglich eingebaut.

Markt- und Innovationsführer

Marktführer ist Webasto vor Eberspächer, Fahrzeug-Vorwärm-Systeme gibt es von Defa. Es werden aber nicht nur Autos mit Standheizungen ausgestattet, sondern auch Spezialfahrzeuge. „Der Standort Österreich spielt für uns eine wichtige Rolle“, sagt Webasto-Österreich/Slowakei-Chef Dieter Hahn. Zu seinen Kunden zählt unter anderem einer der Weltmarktführer bei Feuerwehrfahrezeugen, Rosenbauer. Auch Plasser & Theurer, Weltmarktführer bei Gleisbaumaschinen, lässt seine Fahrzeuge aufrüsten. Hahn: „Für Plasser & Theurer haben wir spezielle Klima-Systeme im Bereich Klimatisierung und Standbeheizung entwickelt.“

Innovationen

Stolz ist Hahn darauf, dass Österreich innerhalb seines Konzerns (10.000 Mitarbeiter weltweit) als Innovationsstandort gesehen wird. 2008 wurde in Wien der „Thermocall“ erfunden, eine so genannte M2M-Anwendung (Machine-to-Machine), wie sie heimische Betreiber wie A1 oder T-Mobile forcieren. Thermocall ist ein Modul, das es möglich macht, die Heizung per Smartphone-App zu steuern.


Standheizungen haben viel mit Nachhaltigkeit zu tun“, sagt Hahn. Beim Warmstart entstehen rund 60 Prozent weniger Schadstoffe als bei Kaltstart. „Freilich produzieren auch Standheizungen CO2, unterm Strich ist die CO2-Belastung allerdings viel geringer.“