Produkte 21.11.2012

Stadt Freiburg nutzt wieder Microsofts Office

Umstieg auf "Open Document Format" hat sich nicht bewährt

Die deutsche Stadt Freiburg hat sich für die Rückkehr zu den Office-Büroprogrammen von Microsoft entschieden. Grundlage für die knappe Entscheidung des Gemeinderates war ein Gutachten, das wegen mangelnder Effizienz den Wechsel zurück zu Office empfahl, wie die Stadt am Mittwoch im Internet mitteilte.

Es sei nie gelungen, die technischen Probleme zu lösen - auch weil die Stadt sich beim Umstieg auf das offene Dateiformat „Open Document Format" (ODF) nach dem Beschluss von 2007 für eine Software entschied, die später nicht mehr weiterentwickelt wurde.

Auch in wirtschaftlicher Hinsicht habe sich der Wechsel zu Open Office nicht gelohnt, erklärte die Stadt. Zwar seien seit dem letzten Erwerb von Microsofts Office im Jahr 2001 rund 800 000 Euro an Lizenzgebühren eingespart worden. Dem stünden jedoch etwa 730 000 Euro für die Einführung von Open Office gegenüber, außerdem hätten die Gutachter geschätzte Kosten von rund 2,5 Millionen Euro durch Effizienzverluste ermittelt. „Unterm Strich kann die angestrebte 100-prozentige Umstellung auf Open Office nicht erreicht werden", hieß es. Um nicht zwei Systeme parallel zu betreiben, empfahlen die Gutachter die Rückkehr zu Microsofts Office.

Die Verwaltung rechnet jetzt mit Kosten von rund 900 000 Euro für Lizenzen, Schulungen und die Anpassung von Vorlagen, bei einer Lizenz-Laufzeit von sechs bis sieben Jahren. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Kommunen in der Bundesrepublik den Umstieg auf quelloffene Software statt der kostenpflichtigen Microsoft-Programme erwogen. Als Großstadt setzte dies München um.

( DPA ) Erstellt am 21.11.2012