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Cloud
05/10/2011

Startschuss für Google Music

Nach Amazons Cloud Player startet Google am Dienstag mit Google Music seinen Cloud-Musik-Dienst. Da die Verhandlungen mit den Musiklabels nicht zielführend waren, versucht es Google, ebenso wie Amazon, jetzt ohne dessen Zustimmung. Das bringt Nachteile für die Nutzer mit sich.

Musik in der Cloud – seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte, dass Apple, Google oder Amazon ein derartiges Angebot starten. Im März gelang es Amazon mit dem

, die Vorreiterposition der Marktriesen einzunehmen. Google will am Dienstag auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O nachziehen. Jamie Rosenberg von Google bestätigte gegenüberTechCrunch, dass Google Music am Dienstag offiziell vorgestellt wird.

Einige Details wurden bereits bekannt gegeben. Bei Google Music werden Nutzer ihre gesamte Musik-Bibliothek selbst hochladen müssen, bevor sie vom Nutzer via Stream wieder abgespielt werden können. Bis zu 20.000 Songs können Nutzer hochladen – das Limit dafür wurde absichtlich nicht in Gigabyte berechnet. Für den Upload-Prozess ist es notwendig, einen kleinen Client, der für PC und Mac verfügbar sein wird, zu installieren. Die Songs sind dann über einen Flash-basierten Web-Player, der mit Chrome OS funktioniert, abspielbar. Auf Android-Geräten ab der Version 2.2. wird es eine eigene, integrierte Musik-App geben, über die man die Songs verwalten kann. Immer wenn der Nutzer eine Internet-Verbindung hat, kann er über sein Android-Gerät von unterwegs auf die gesamte Musikbibliothek zugreifen. Der Dienst wird vorerst nur in den USA und nur auf Einladungsbasis verfügbar sein.

Gerade am Upload-Prozess könnte der Nutzer aber in der Praxis keine allzu große Freude haben. Bei einer großen Musik-Datenbank würde dies durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen. Auch wenn die neu gekauften Songs vom Client immer automatisch hochgeladen werden, ist es ein Nachteil, dass die Songs nicht von Google eingepflegt werden und via Google Music keine Songs angeboten werden.

Google hat nämlich, ebenso wie Amazon, keine Vereinbarungen mit den Plattenlabels abgeschlossen. Ein Jahr lang stand man in langwierigen Verhandlungen, die nicht zielführend waren. Der Dienst startet daher ohne die Zustimmung der Labels. Der

ist im Gegensatz zu Google noch in Verhandlungen mit den Plattenlabels und möchte im Juni auf der WWDC sein eigenes Cloud-Service vorstellen, heißt es. Der Vorteil dabei wäre, dass Nutzer ihre Songs nicht hochladen müssten, sondern diese direkt via Apple-Datenbank eingepflegt werden.

Googles Rosenberg kündigte allerdings an, dass Google mehr Funktionalitäten anbieten werde als Amazon mit seinem Cloud Player. Der Konkurrenzkampf zwischen Google, Amazon und Apple, wer den besten Musik-Cloud-Dienst auf den Markt bringt, ist somit entfacht.

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