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24.08.2015

Swatch-Chef kritisiert Datensammlung durch Smartwatches

"Ich persönlich möchte nicht, dass meine Blutdruck- und Blutzuckerwerte in einer Cloud oder auf Servern im Silicon Valley gespeichert sind", sagt Nick Hayek.

Swatch hat sich Firmen-Chef Nick Hayek zufolge bewusst gegen Armbanduhren mit zahlreichen Computerfunktionen ausgesprochen. "Es war (...) ein sehr sorgfältig gefällter strategischer Entscheid, kein Telefon, keinen Computer fürs Handgelenk zu produzieren", sagte er dem Schweizer "Tagesanzeiger". Eine Reihe von Elektronikkonzernen, darunter Samsung und Apple, haben bereits seit längerem sogenannte Smartwatches mit etlichen Funktionen im Programm, mit denen der Benutzer etwa bezahlen kann und mit dem Internet verbunden ist.

Diese Uhren spielten beim Ansatz der Hersteller keine gewichtige Rolle, sagte Hayek. "Wir ignorieren die Smart-Technologie überhaupt nicht, aber wir müssen ja nicht jedem Megatrend im Herdentrieb hinterherspringen." Ein Nachteil der Alleskönner sei etwa der hohe Stromverbrauch. Swatch hat ebenfalls eine Smartwatch im Angebot, die aber weniger Funktionen hat. "Es ist zuallererst eine Uhr", betonte der Chef des Schweizer Konzerns. "Ich persönlich möchte nicht, dass meine Blutdruck- und Blutzuckerwerte in einer Cloud oder auf Servern im Silicon Valley gespeichert sind."