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08.03.2011

Symantec präsentiert "Cybercrime Index"

Eine neue Gratis-Software soll Nutzern anzeigen, wie die Sicherheitslage im Web ist und welche Gefahren gerade besonders groß sind.

Als „Wetterbericht für das Internet“ wurde heute, Dienstag, der Norton Cybercrime Index in Wien präsentiert. Das Gratis-Tool soll über die aktuelle Sicherheitslage informieren und auf besondere Gefahren aufmerksam machen. Unter http://www.nortoncybercrimeindex.com kann jedermann das Programm gratis herunterladen.

Wie bei einem Aktienkurs lässt sich über einen Punktestand die aktuelle Lage ablesen, sowie um wie viel Prozent sie sich gegenüber dem Vortag verändert hat oder welchen Anteil Spam an den weltweiten Mails hat (zumeist an die 90 Prozent). Dabei fließen die umfangreichen Norton-Daten der vergangenen zwölf Monate ein. Aber auch welche Schad-Programme derzeit besonders aktiv sind, welche Webseiten unsicher sind oder mit welchen neuen Tricks Cyberkriminelle unterwegs sind, wird täglich auf den neuesten Stand gebracht.

Derzeit besonders beliebt sind gefakte Antiviren-Programme, die dem User vorgaukeln, dass sein PC infiziert sei, berichtete Norton-Experte Stefan Wesche. Abhilfe würde nur der Kauf des angebotenen Produkts schaffen. Hat der Ahnungslose dieses teuer per Kreditkarte erstanden, ist er nicht nur sein Geld los, seine Kartennummer landet auch am Schwarzmarkt. Die selbe Masche wird bei falschen Disk-Utilities angewandt. Und auch Social Networks werden immer wieder gerne dazu genutzt, um User auf manipulierte Websites zu locken.

Mehr Angriffe auf mobile Geräte
Dass im Internet sicherheitstechnisch niemals die Sonne scheint, das ist Wesche durchaus bewusst, „aber es ist einmal bewölkt, dann zieht ein Sturm auf und in manchen Gebieten kommt gerade ein Wolkenbruch nieder“. Vor derartigen Wetterkapriolen sei man durch die kostenpflichtige Software seiner Firma zu 99,9 Prozent geschützt - doch Gefahren gehe man am besten gleich ganz aus dem Weg.

Ein weiteres Thema für Norton sind vermehrt mobile Geräte, da diese Smartphones und Tablet-PC vermehrt eingesetzt werden. „Und die Angreifer gehen mit den Usern mit“, so der Fachmann. Für diesen Bereich wurde Norton Mobile Security geschaffen - allerdings nur für Android-Systeme und vorerst nur für Handys, eine Tablet-Variante sei in Vorbereitung. Die Apple-World sei so restriktiv, dass man hier - zumindest vorerst - nicht aktiv werde, betonte Wesche. Einen Tipp hatte er allerdings auch hier parat: Mit einem Jailbreak würde man es Hackern schon sehr leicht machen.