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22.11.2016

Tesla stellt gesamte Insel auf Solarenergie um

Die malerische Insel Taʻū, Teil von Amerikanisch-Samoa im Südpazifik, verbrauchte bislang über 400.000 Liter Diesel pro Jahr für seine Energieversorgung.

Tesla und der gerade übernommene Tochterkonzern SolarCity können gleich am Beginn ihres gemeinsamen Weges ein Pionierprojekt vorweisen. Die Insel Taʻū, etwa 6400 Kilometer von der US-Westküste entfernt, war bislang vollständig auf Dieselgeneratoren angewiesen. Damit ist nun Schluss. Ein Microgrid mit 5328 Solar-Panelen und 60 Tesla-Powerpack-Akkus sorgt seit kurzem dafür, dass die Insel und ihre 600 ständigen Bewohner sich praktisch zu 100 Prozent selbstständig über Sonnenergie versorgen können.

Solar statt Diesel

1,4 Megawatt umfasst die Kapazität der Anlage, etwa 6 Megawatt-Stunden können in den 60 Akkus gespeichert werden. Solarcity zufolge kann die sonnenverwöhnte Insel auch ohne Sonnenschein drei Tage lang die gespeicherte Energie ohne Versorgungseinbußen nutzen, das Aufladen der Akkus bei strahlender Sonne sein innerhalb 7 Stunden abgeschlossen. Bis dato war die Insel von den stark schwankenden Öl- und Dieselpreisen abhängig und von Schifftransporten, die ebenfalls unzuverlässig waren.

Mit der installierten Solaranlage soll das bisher vorherrschende risikoreiche Taktieren der Vergangenheit angehören. So war die Insel zum Ansparen von Geldreserven angehalten, um beim richtigen Zeitpunkt möglichst günstig Dieselreserven aufkaufen zu können. Wurde der Zeitpunkt verpasst, bzw. gingen die Treibstoffreserven bereits frühzeitig zu Ende, blieb den Inselbewohnern nichts anderes übrig, als teuer nachzukaufen bzw. überhaupt die Energiezufuhr zu zahlreichen Eigenheimen und öffentlichen Einrichtungen zumindest teilweise zu kappen.