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09.07.2014

Tesla wegen Markenverletzung in China verklagt

Ein chinesischer Geschäftsmann fordert vom Autobauer Tesla eine Entschädigung in Millionenhöhe, da er sich bereits vor Jahren den Namen Tesla gesichert hat.

Eine Klage wegen Markenverletzung durchkreuzt die Wachstumspläne des US-Elektroauto-Pioniers Tesla in China. Der Geschäftsmann Zhan Baosheng fordere von Tesla, alle Verkaufsaktivitäten zu beenden und ihm umgerechnet 2,8 Millionen Euro Entschädigung zu zahlen, teilte sein Anwalt mit. Tesla wollte sich dazu nicht äußern.

Zhan hatte den Markennamen „Tesla“ bereits vor Jahren registrieren lassen und damit den Gang des US-Konzerns nach China verzögert. Im Jänner hatte eine Firmensprecherin allerdings gesagt, die Auseinandersetzung um den chinesischen Namen „Te Si La“, den Tesla in China verwendet, sei gelöst.

Wachstumspläne durchkreuzt

Der Autobauer hatte daraufhin im April erste Limousinen des Modells S nach China geliefert. Die Volksrepublik sollte zügig zu seinem größten Auslandsmarkt ausgebaut werden. Der Konzern hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, weil Unternehmenschef Elon Musk die Offenlegung der Patente ankündigte, um die Elektromobilität voranzutreiben.

Die Verwicklung in Markenstreitigkeiten hat in der Vergangenheit bereits wiederholt das Chinageschäft von internationalen Konzernen wie Apple, Philips und Unilever erschwert. So beendete Apple etwa im vergangenen Jahr eine langwierige Auseinandersetzung mit der Zahlung von 60 Millionen Dollar (44,14 Millionen Euro), um den Markennamen „iPad“ in China benutzen zu können.