© Reuters/JASON LEE

30C3
12/31/2013

Touch ID von Apple öffnet Weg für unsichere Biometrie

Nach Apple werden auch andere Smartphone-Hersteller auf Fingerabdruck-Sensoren setzen. Warum er das für nicht gut hält, erklärt Frank Rieger vom Chaos Computer Club.

Die Einführung von Touch ID beim iPhone 5S erfreut den Hacker vom Chaos Computer Club nicht sonderlich. Er fürchtet, dass dadurch die "Büchse der Pandora" geöffnet werde für unsichere Biometrie-Entwicklungen anderer Hersteller, wie golem.de berichtet.

Selbst Apples Touch ID-System konnte von Experten des Chaos Computer Clubs innerhalb weniger Stunden ausgehebelt werden. Das werde bei anderen Herstellern, die die Technik nachbauen wollen, nicht besser, so der Hacker am 30C3-Kongress in Hamburg.

Nachteile durch billigere Technik

Als problematisch betrachtet der Hacker vor allem die Integration von Fingerabdruck-Sensoren in Android-Geräten. Rieger befürchtet, dass hier der Kostendruck zu Kompromissen führen werde. Einer dieser Kompromisse könnte sein, dass, die Daten bei der Überprüfung, anders als bei Touch ID, über die Software-Seite und über die Cloud transportiert werden könnten. Android-Geräte würden mit niedrigeren Margen oft sehr günstig verkauft, daher werden jegliche Fingerabdrucks-Techniken von den Herstellern weniger sicher sein, als bei Apples System.

Rieger glaubt, dass Apple mit der Einführung des Systems den Weg frei für die flächendeckende Verbreitung der Biometrie-Entwicklungen geebnet hat - und dies nicht unbedingt zum Vorteil der Sicherheit von Biometrie-Produkten.

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