Drei warnt iPhone-4S-Nutzer vor iOS 6.1-Update

© dpa/Julian Stratenschulte

Mehrkosten
04/25/2013

VKI: "Null-Euro-Handy kann teuer werden"

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) warnte am Donnerstag in einer Presseaussendung vor den "Null-Euro-Handys", die von Mobilfunkbetreibern immer wieder als Aktion angeboten werden. Geschenkte Handys seien nicht in jedem Fall ein gutes Geschäft für den Kunden, heißt es. Im Extremfall würde dieses in zwei Jahren Mehrkosten von 715 Euro verursachen.

Je teurer ein Mobiltelefon im freien Handel ist, desto interessanter wird es als Null-Euro-Schnäppchen. „Solche vermeintlichen Gratis-Handys sind jedoch nicht in jedemFall ein gutes Geschäft für den Kunden", weiß Franz Floss, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Untersuchungen beim Verein für Konsumenteninformation (VKI).

„Es heißt zwar: ,Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul`. Wenn man es aber dennoch tut, wird sehr schnell deutlich, dass bei vermeintlich günstigen Angeboten die Kosten über oftmals höhere Gebühren wieder hereingespielt werden."

Im extremsten Fall der Erhebung wären beim selben Anbieter und bei gleichem Tarif in zwei Jahren Mehrkosten von 715 Euro bei der Wahl eines „Gratis"-Handys entstanden. Beim Vergleich der Gesamtkosten bei Tarifen mit und ohne „Gratis"-Handy gab es beim iPhone die größten Unterschiede.

Größte Unterschiede beim iPhone
Bei Drei (3 Superphone XXL) wären 500 Euro ohne und rund 1.050 Euro mit „Gratis"-iPhone im Zeitraum von zwei Jahren zu zahlen gewesen. Bei A1 (Smart 3) wären es rund 810 Euro ohne und rund 1.525 Euro mit „Gratis"-Handy gewesen – ein Unterschied von 715 Euro.

Ähnlich große Differenzen konnte der VKI auch für das Samsung Galaxy S3 und das Sony Xperia Z feststellen. Der VKI erhob im März 2013 bei neun Mobilfunkanbietern die Tarifkosten für zwei Jahre mit und ohne Vertragshandy. Insgesamt wurden 33 Tarife erhoben.

"Vertragsfreies Handy kann sich lohnen"
„Es kann sich durchaus lohnen, ein vertragsfreies Handy zu kaufen und den individuell am besten passenden Tarif zu wählen", erklärt Prabhjot Bomrah, VKI-Projektleiterin im Bereich Neue Medien. „Kunden sollten sich in jedem Fall fragen, ob ein bestimmtes Angebot für sie wirklich geeignet ist."

Denn viele der mit Null-Euro-Smartphones verknüpften Tarife sind zwarüppig mit Freiminuten und Datenvolumen bestückt – doch nicht jeder braucht auch tatsächlich 3.000 Freiminuten oder ein Datenvolumen von 6 GB. Darüber hinaus ist man bei einem Null-Euro-Handy in der Regel zwei Jahre lang gebunden und muss bei einem Anbieterwechsel das Gerät kostenpflichtig entsperren lassen.

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