Consumer Electronics Show
01/06/2011

Vorschau: Microsofts Next Generation Windows

Das für System-on-a-Chip-Geräte angepasste Betriebssystem soll die wichtigsten Windows-7-Fähigkeiten auf Tablet-Computer und mobile Geräte mit begrenzter Rechenleistung bringen.

"Wir sprechen nicht über Preise, Geräte oder den Look der Benutzerfläche. Das ist nur eine technische Demonstration": Mit diesen Worten eröffnete Microsoft eine Pressekonferenz für einige wenige auserwählte Journalisten auf der CES. Das Thema: die Zukunft von Windows. Eine offizielle Ankündigung gibt es noch nicht, auch der gezeigte Desktop auf der Prototypen-Hardware sah noch wie bei Windows 7 für PCs aus. Gegeben wurde lediglich eine Vorschau auf die Funktionen, die Geräte mit dieser zukünftigen Version von "Next Generation of Windows" (Projektname) bieten werden.

Geheim
Was mit der nächsten Generation gemeint ist, wollte Microsoft nicht verraten: Es könnte sich dabei um Windows 8 handeln, das auf allen Geräten, also PC, Netbooks, Tablets und eventuell auch Smartphones, laufen könnte. Es könnte aber auch, ähnlich wie Windows 7 Starter, eine spezielle Variante nur für Tablets werden. Eventuell wird das Geheimnis heute Abend auf der CES-Keynote gelüftet, die von Microsoft-Chef Steve Ballmer gehalten wird.

System on a Chip
Das Betriebssystem wurde speziell für die Leistung von System-on-a-Chip-Geräten (SoC) angepasst, wie sie bei Tablets zum Einsatz kommen. Demonstriert wurde Next Generation Windows auf SoCs von Intel, Qualcomm, AMD, Nvidia und Texas Instruments. Wie bei einem Windows-Betriebssystem für Computer ist es möglich den Desktop individuell einzurichten. Die Wiedergabe von HD-Videos wird auf den Bildschirmen der Geräte ebenso unterstützt, wie die Ausgabe per HDMI-Anschluss.

==Kompatibel
Ein Großteil der Software, die auf Windows 7 läuft, wird auch auf Next Generation Windows funktionieren - unabhängig davon, ob es ein Netbook oder Tablet ist. Demonstriert wurde dies, indem eine in Office geschriebene Seite ausgedruckt wurde. Die Druckertreiber sind laut Microsoft gewöhnliche Windows-7-Treiber, die nicht speziell auf die SoC-Hardware angepasst wurden. Der Text war eine kleine Stichelei gegen Apple: "I’m a PC. Of course I can print". Allerdings kann mittlerweile auch das iPad mit der Betriebssystem-Version iOs 4.2 drucken.

Die Leistungsfähigkeit von Next Generation Windows wurde weiters mit Microsoft-Office-Produkten und grafischen HTML5-Anwendungen demonstriert. So wollte Microsoft wohl zeigen, dass zukünftige Windows-Tablets auch genug Leistung für das mobile Arbeiten, als auch für grafisch aufwendige Spiele haben.

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(Gregor Gruber/Las Vegas)