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07.10.2010

Whistleblower-Seite Cryptome.org gehackt

Ein Hacker drang auf der Suche nach Informationen über Wikileaks in die das System von Cryptome.org ein und kopierte laut eigenen Angaben 6.8 Terabyte an Daten, Cryptome musste mit Hilfe eines Backups wiederhergestellt werden.

Kürzlich wurde bekannt, dass die Whistleblower Site Cryptome.org Opfer eines Angriffs wurde und erst nach dem vollständigen Wiederherstellen eines Backups wieder zugänglich war. Wie wired.com berichtet, trat der, angeblich für die Aktion verantwortliche Hacker mit ihnen in Kontakt und identifizierte sich als //Ruxpin// oder //Xyrics//. Als Beweis für seine Identität präsentierte er verschiedene Screenshots, unter anderem eine Abbildung des E-Mail Postfachs von Cryptome Gründe John Young. Laut eigenen Angaben hat der Hacker 6.8 Terabyte Daten von Cryptome.org kopiert, jedoch nichts gelöscht oder modifiziert.

Dies widerspricht den Meldungen von Young, der behauptet, dass Cryptome überhaupt nie über eine solche Menge an Daten verfügte, sondern die Zahl nur etwa bei 7 Gigabyte lag.
Außerdem meldete er, dass nach dem Angriff kein Zugriff mehr auf die vorhandenen Daten möglich war und ein Backup eingespielt werden musste.

Ob die Person, die mit //wired// in Kontakt getreten ist, tatsächlich für den Angriff verantwortlich ist, ist nicht gesichert.

Verbindung zu Wikileaks

Angeblich war einer der Gründe für den Hack die Suche nach Informationen über Wikileaks-Insider, die er in Youngs E-Mail Postfach auch fand. Allerdings hat der Hacker angekündigt, keine gewonnen Informationen destruktiv verwenden zu wollen.

Cryptome.org
Obwohl Cryptome.org schon 10 Jahre länger als wikileaks.org exisitert, erreichte es nie eine vergleichbare Popularität. Allerdings wurde Microsoft kürzlich auf das Portal aufmerksam, nachdem Dokumente veröffentlicht wurden, die belegten welche Daten der Computerkonzern aus Redmond an ermittelnde Behörden weitergibt.

Nach Ansuchen Microsofts, die Dokumente wieder offline zu nehmen, wurde für kurze Zeit die gesamte Website vom Netz genommen, ging bald danach jedoch wieder ohne Einwände von Microsoft online.

( Thomas Prenner)