Produkte 29.07.2016

Windows 10: Ab morgen kein Gratis-Upgrade mehr möglich

Windows 10 © Bild: REUTERS/THOMAS MUKOYA

Der Countdown läuft. Heute ist der letzte Tag an dem Windows 10 kostenlos erhältlich ist. Windows 10 Home wird künftig 135 Euro kosten.

Ein Jahr lang hatte Microsoft den Nutzern von Windows 7 bzw. Windows 8.1 ein kostenloses Upgrade auf die aktuelle Version des Microsoft-Betriebssystems angeboten. Diese Zeit ist nun vorbei. Nach Freitag dem 29. Juli wird Windows 10 nur mehr kostenpflichtig erhältlich sein.

Wie Microsoft mitteilte wird die Software dann als Vollversion im Einzelhandel, per Download oder USB-Stick angeboten. Die Version Windows 10 Home kostet künftig 135 Euro, Windows 10 Pro 279 Euro. Windows 10 sei auch wie gewohnt im Rahmen eines Neugerätekaufs erhältlich.

Aggressive Methoden

Dass die Aktualisierung auf Windows 10 kostenlos war, wurde zwar von vielen Nutzern gutgeheißen. Die Methoden, wie Microsoft seine Nutzer zu einem Upgrade drängte, ist allerdings weitgehend auf heftige Kritik gestoßen. Microsoft ging dabei nach Einschätzung vieler Nutzer einen Schritt zu weit: Viele beschwerten sich über ungefragte Werbeeinblendungen, die Microsoft im Zuge von Sicherheits-Patches verteilte.

Auf Rechnern mit Windows 7 und 8.1, bei denen automatische Updates aktiviert sind, spielt Microsoft Windows 10 ungefragt auf. Nach unzähligen Beschwerden über diese Art der "Zwangsbeglückung" zeigten einige User Tricks auf, wie das Upgrade wider Willen verhindert werden kann.

Zurück zu Windows 7

Für all jene, die Windows 10 nicht weiter verwenden möchten und wieder zu Windows 7 oder Windows 8.1 zurückkehren wollen, gibt es eine Downgrade-Funktion. Diese findet sich auch eine entsprechende Funktion unter "Einstellungen - Update und Sicherheit - Wiederherstellung". Das ist allerdings nur einen Monat nach dem Upgrade möglich, ansonsten muss man auf eine alternative Wiederherstellungsoption zurückgreifen. Die Windows-10-Lizenz bleibt auch nach dem "Downgrade" erhalten.

Neben Verbraucherschützern, die Microsofts aggressive Methoden kritisierten, warfen auch Datenschützer dem Konzern vor, zum Teil exzessiv Daten über die Nutzung der heruntergeladenen Anwendungen zu sammeln.

Unter den Erwartungen

Nach eigenen Angaben soll Windows 10 mittlerweile auf mehr als 350 Millionen Devices laufen. Vom selbst gesteckten Ziel von einer Milliarde aktiven Windows-10-Geräten bis 2018 musste sich Microsoft jedoch bereits verabschieden. Die Adaption des neuen Betriebssystems liegt deutlich unter den eigenen Erwartungen.

( futurezone ) Erstellt am 29.07.2016