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Microsoft
07/12/2011

Windows Phone 7 bleibt Ladenhüter

Steve Ballmer selbst gestand ein, dass bei der Verbreitung von Microsofts Smartphone-Betriebssystem wenig Fortschritt zu bemerken ist. Erfreut zeigte sich der Microsoft-Chef jedoch bei aktuellen Zahlen zu Windows und ließ sich auch zu einem Seitenhieb in Richtung Apple hinreißen.

Smartphones mit Windows Phone 7 sind noch immer sehr wenig verbreitet. Das gestand Steve Ballmer selbst ein, als er am Montag (Ortszeit) bei der Microsoft Worldwide Partner Conference in Los Angeles seine Eröffnungsrede hielt. „Innerhalb eines Jahres kamen wir von sehr gering auf...sehr gering", erklärte er im Hinblick auf die geringen Martkanteile. Die Analysten von Nielsen schätzten die Verbreitung von Windows Phone 7 im Juni auf rund einen Prozent der Mobiltelefon-Nutzer. Trotz dieser enttäuschenden Aussicht hielt Ballmer fest, dass er an ein zukünftiges Wachstum glaube und verwies auf Studien von Gartner und IDC, die Windows Phone 7 bis 2015 auf Platz Zwei der Smartphone-Betriebssysteme sehen.

400 Millionen verkaufte Lizenzen von Windows 7
Bei den PC-Betriebssystemen sprach der CEO jedoch von einem Erfolg, so seien bis jetzt rund 400 Millionen Kopien von Microsofts jüngstem Betriebssystem Windows 7 verkauft worden. In den vergangenen zwölf Monaten alleine seinen außerdem rund 350 Millionen neue Rechner mit Windows-Lizenzen verkauft worden. Ohne Apple direkt zu nennen, sprach er von „anderen Unternehmen“, die 20 Millionen verkaufte Lizenzen bereits als Erfolg feiern. „350 sind viel mehr als 20“, so Ballmer.

Gleichzeitig gab Microsoft auch einen Ausblick auf Windows 8 und gab bekannt, dass das neue Betriebssystem auf jedem PC einsetzbar sein wird, auf dem heute auch Windows 7 verwendet werden kann.

Rund zwei Wochen nach dem Start seiner Cloud-Lösung Office 365 vermeldete Ballmer auch reges Interesse an diesem über das Internet bereitgestellten Software-Paket. Mehr als 50.000 Unternehmen und andere Organisationen seien als Testkunden gewonnen worden. So werde etwa das Amerikanische Rote Kreuz bis Ende dieses Jahres 66.000 Arbeitsplätze an Office 365 anbinden. Anwendungen wie die E-Mail-Software Outlook oder die Textverarbeitung Word werden dabei von großen Rechenzentren im Netz bereitgestellt und nicht mehr auf dem Arbeitsplatzcomputer installiert.Das klassische Office-Paket ist jedoch trotzdem weiter führend, 2010 wurden laut Ballmer 100 Millionen Lizenzen der Büro-Suite verkauft.

WPC-Konferenz
Die viertägige Konferenz WPC führt den Software-Konzern mit 15.000 Teilnehmern zusammen, die als Partner eigene Geschäfte mit Microsoft-Produkten betreiben. Weltweit führt Microsoft 640.000 solcher Partner. In Vorträgen und Arbeitsgruppen gibt ihnen der Software-Hersteller Einblicke in neue Entwicklungen. Neben Cloud-Lösungen stehen dabei das Betriebssystem Windows 7 und der bereits angekündigte Nachfolger Windows 8 im Blickpunkt, der die Anpassung an mobile Geräte weiter vorantreibt. Ein Schwerpunkt sind daneben Angebote für die Abwicklung betriebswirtschaftlicher Abläufe. Bei dieser sogenannten ERP-Software liegt Microsoft im Markt hinter den führenden Anbietern SAP und Oracle.

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