Problem

Windows-Telefone laden heimlich Daten

In diversen Foren berichten Besitzer von Windows-Phone-7-Geräten über unerklärliche Datenmengen, die im Hintergrund übertragen werden. Die Berichte reichen von 30 bis 50 Megabyte pro Tag, wobei die Daten offenbar auch transferiert werden, wenn die User das Gerät aktiv gar nicht benutzen. Pro Monat können so unbemerkt Datenmengen zwischen 900 MB und 1,5 Gigabyte geladen werden - was so manches Daten-Paket sprengt.

Wie Microsoft-Sprecher James Blamey nun gegenüber der FUTUREZONE mitteilte, seien bislang keine europäischen Fälle bekannt geworden. "Wir untersuchen den Fall sehr genau und werden so bald als möglich neue Informationen liefern," verspricht Blamey baldige Abhilfe.

Tipps zur Vermeidung von Kosten

Bis die Ursache der Phantom-Daten aufgeklärt ist, empfiehlt die FUTUREZONE aber auch Besitzern von Windows-Phone-7-Handys in Österreich, ihr verbrauchtes Datenvolumen über ihre Online-Accounts bei ihrem Mobilfunker zu kontrollieren. Vor allem User ohne mobile Datenflatrates in ihrem Vertrag sollten die verbrauchten Daten im Auge behalten.

Derzeit bietet nur A1 ein kostenloses Mini-Programm ("Mein A1") an, mit dem man direkt auf dem Windows-Handy die angehäuften Kosten im Auge behalten kann. T-Mobile warnt User mit einem SMS, wenn 75 Prozent der inkludierten Datenmenge erreicht ist. Bei Orange wird das mobile Internet nach Überschreiten der inkludierten Menge gedrosselt. Ein automatischer Schutz vor hohen Folgekosten sind aber auch diese Services nicht.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann WLAN und Internetverbindung nur dann aktivieren, wenn das Gerät gezielt auf Internetdienste zugreifen soll - für ein modernes Smartphone aber auch keine wirkliche Alternative.

Ursachen für Datentransfer unbekannt

Die Spekulationen über den unliebsamen Datentransfer reichen davon, dass die Telefone Feedback zu den Microsoft-Servern senden, bis hin zu Problemen mit der automatischen WLAN-Verbindung. Wenn vorhanden, gehen Smartphones normalerweise bevorzugt über WLAN ins Netz, in den aktuellen Fällen sollen die Geräte aber ständig auf die 3G-Verbindung zurückgreifen.

Wie die BBC bereits heute früh bereichtete, sind derzeit vor allem User aus den USA betroffen, wo viele Provider ihre mobilen Datenflatrates wieder abgeschafft haben und mit Verträgen mit einigen Hundert Megabyte pro Monat hausieren gehen. Angesichts dieser Datenlimits kann sich ein derartiger Datentransfer im Hintergrund als teures Vergnügen erweisen. Da verschiedene Telefone betroffen sind, wird eher von einem Software-Problem ausgegangen.

In der Vergangenheit sahen sich aber auch andere Hersteller wie Apple dem Vorwurf entgegen, dass die mobilen Geräte im Hintergrund nach Hause "telefonieren" und auf diesem Weg Daten zu den internen Servern senden.

(futurezone)

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