Produkte
06/19/2013

Xbox One: Gesetz gegen Überwachungssensoren

In den USA könnte die Xbox One durch ein neues Gesetz bald Probleme bekommen. Ein republikanischer Abgeordneter hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die Überwachung von Konsumenten durch TV-Anbieter- und TV-Dienste verbieten will. Da die neue Xbox One von Microsoft als Set-Top-Box nutzbar ist, würde auch sie darunter fallen.

"We Are Watching You Act of 2013" heißt die Gesetzesvorlage, die vom Kongressabgeordneten Michael Capuano in Washington D.C. eingebracht wurde. Konkret will der Republikaner verhindern, dass Konsumenten von TV-Diensten anhand von audiovisuellen Daten überwacht werden. Wenn User mittels Kameras oder Mikrofonen das Konsumverhalten analysieren würden, um zielgerichteter werben zu können, gehöre das verboten, schreibt "GameStar".

Die ursprüngliche Anspielung des Abgeordneten bezieht sich dabei auf Verizon, der Infrarotkameras und Mikrofone zur Aufzeichnung des Nutzerverhaltens bei TV und Smartphones einsetzen möchte.

Doch ein derartiges Gesetz anwendbar wäre auch bei Microsofts neuer Spielekonsole Xbox One, weil diese als Set-Top-Box verwendet werden kann und damit auch unter die Kategorie "TV-Dienste" fällt.

Die Xbox One übertrifft

mit seiner Sensorik und seinen Datenerfassungsmöglichkeiten alle bisherige Wohnzimmer-Technik. Mit dem Zubehör Kinect, einer kleinen Box mikt diversen Sensoren, Mikrofonen und Kameras, ist es möglich, User anhand ihres Gesichts in Sekundenbruchteilen zu erkennen und zu verfolgen. Das hochauflösende Scannen des Körpers geht soweit, dass anhand der Mimik erkannt wird, in welcher Stimmung man ist.

"Verletzung der Privatsphäre"
Mit Kinect bekommt Microsoft ebenso wie Verizon bessere Erkenntnisse für Marketing-Zwecke. Im Gegensatz zu Google und Facebook werden Daten aus dem Innersten und Intimsten erfasst: dem Wohn-, Kinder- oder Schlafzimmer. "Dies wäre eine enorme Verletzung der Privatsphäre", so der Kongressabgeordnete Capuano.

Mehr zum Thema