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06.05.2015

Xiaomi: High-End-Smartphones brauchen keinen microSD-Slot

Der Xiaomi-Manager Hugo Barra meint, dass microSD-Karten bei High-End-Geräten oftmals nur Probleme bereiten. Auch der Bedarf an tauschbaren Akkus sei gering.

Kaum ein High-End-Smartphone ist heutzutage noch mit einem microSD-Kartenslot ausgestattet. Dass der Speicher eines 700-Euro-Smartphones nicht erweiterbar ist, stößt bei vielen Konsumenten für Kopfschütteln. Einer der letzten Hersteller, der den microSD-Kartenslot gestrichen hat, war Xiaomi. "Bei High-End-Geräten sind wir klar gegen einen microSD-Kartenslot", so Hugo Barra, Vice President International beim chinesischen Smartphone-Hersteller, gegenüber Engadget. Laut dem früheren Google-Manager habe es vor allem praktische Gründe: Man habe mehr Platz für Akku und andere Komponenten, zudem muss man keine umständliche Design-Lösung für einen zusätzlichen Schacht suchen.

"SD-Karten werden verschwinden"

Auch langsame und gefälschte Speicherkarten bereiten Kopfzerbrechen. "MicroSD-Karten sind sehr anfällig für Aussetzer und Defekte und die Tatsache, dass es viele gefälschte Karten gibt, hilft nicht wirklich", so Barra. Ein wenig erfahrener Nutzer würde eher dem Gerät statt der viel zu langsamen Speicherkarte die Schuld an Problemen geben. Barra ist davon überzeugt, dass bald alle Hersteller dem Trend folgen werden. "Es ist ein Trend: SD-Karten werden verschwinden. Bei unseren Geräten sollte man zumindest nicht mehr damit rechnen."

Kaum Bedarf an Akkus

Ähnliches gilt für tauschbare Akkus. Hier sei vor allem der Bedarf stark gesunken, viele Kunden greifen lieber zu einer Powerbank, mit der auch andere Geräte geladen werden können. Eine Ausnahme würden aber weiterhin günstige Geräte bleiben, die oftmals nur über wenig internen Speicher verfügen. Hier müsste der Benutzer weiterhin in der Lage bleiben, den Speicher zu erweitern.