Science
25.11.2016

130 Petaflops: Japan will schnellsten Supercomputer bauen

Erstmals könnte ein Supercomputer die 100-Petaflop-Marke knacken. Japan will auf dem Bereich der KI-Forschung stärker werden und investiert 163 Millionen Euro in das Projekt.

Japan will den schnellsten Supercomputer der Welt bauen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach will das Wirtschaftsministerium rund 163 Millionen Euro (19,5 Milliarden Yen) in den Bau eines neuen Supercomputers investieren, der 130 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde durchführen kann (130 Petaflops). Damit würde man den aktuellen Rekordhalter, Chinas Sunway TaihuLight, der 93 Petaflop schafft, locker überholen.

Fertigstellung 2017

Der Supercomputer soll den Namen ABCI ("AI Bridging Cloud Infrastructure") tragen und auf dem Gelände der staatlichen Forschungsorganisation AIST errichtet werden. Dort soll es vor allem für die Erforschung von Künstlicher Intelligenz eingesetzt werden. So könnte er beispielsweise bei medizinischen Diagnosen helfen, wie ein Leiter des AIST betont. Japanische Firmen können den Supercomputer gegen eine Gebühr nutzen. Die Bauarbeiten sollen bereits im kommenden Jahr abgeschlossen sein, derzeit läuft noch eine Ausschreibung.

Österreich auf Platz 246

Im internationalen Ranking der Supercomputer dominiert derzeit Asien: Neben der Spitzenposition geht auch Platz zwei an China, auf Platz sechs und sieben folgt Japan. Die USA sind mit insgesamt vier Supercomputern in den Top 10 vertreten. Österreichs schnellster Supercomputer, das Vienna Scientific Cluster, liegt mit 596 Teraflops abgeschlagen auf Platz 246.