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Riesenkamera
04/26/2012

3,2 Gigapixel-Kamera von Behörden genehmigt

Die Kamera soll hochauflösende Aufnahmen in "bisher ummöglichen Breiten und Geschwindigkeiten" vom Sternenhimmel ermöglichen. Die drei Tonnen schwere Konstruktion soll ab 2014 gebaut und in Nordchile montiert werden.

Das Projekt der 3,2 Gigapixel-Kamera, die vom SLAC National Accelerator Laboratory, einer Forschungseinrichtung der renommierten Stanford Universität, entwickelt wird, hat nun die “Critical Decision 1”-Genehmigung des US-amerikanischen Energieministeriums erhalten. Damit übernimmt das Energieministerium auch offiziell die Kosten für die nächsten Phasen der drei Tonnen schweren Konstruktion. Die Kamera soll im Large Synoptic Survey Telescope (LSST) zum Einsatz kommen und Aufnahmen in "bisher unmöglichen Breiten und Geschwindigkeiten" ermöglichen.

Die aus 189 Bildsensoren bestehende Kamera soll knapp 6 Millionen Gigabyte an Daten pro Jahr erzeugen - das entspricht der Datenmenge einer herkömmlichen 8 Megapixel-Kamera, mit der ein volles Jahr 800.000 Fotos pro Tag geschossen werden. Die Konstrukteure der Kamera hoffen durch diese Technologie neue Erkenntnisse über den Aufbau des Universums sowie dunkler Materie und dunkler Energie zu erlangen. Der Bau der Kamera soll laut Plan 2014 beginnen, bereits jetzt wird am Hauptspiegel, der einen Durchmesser von 8,4 Metern haben soll, gearbeitet. Auch am geplanten Standort in Cerro Pachón in Nordchile wurde bereits mit den Vorbereitungen begonnen.