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Technik

Ärzte üben Hirn-Operation an Modell aus dem 3D-Drucker

Im US-Bundesstaat New York waren Ärzte kürzlich mit einer medizinischen Herausforderung konfrontiert. Ein Blutgerinnsel im Hirn einer Patientin lag so ungünstig, dass die Standard-Operationstechnik nicht in Frage kam. Die Mediziner haben daraufhin auf Basis medizinischer Scans ein Modell des Aneurismas und der umliegenden Gefäße mit einem 3D-Drucker angefertigt, um den Eingriff planen und üben zu können. Die Verästelung von Blutgefäßen unterscheidet sich nämlichvon Mensch zu Mensch, was ein individuelles Modell nötig machte.

Das 3D-Modell wurde aus einem Kunststoff hergestellt, der menschlichem Gewebe nachempfunden ist. Das erlaubte den Ärzten, unter realistischen Bedingungen zu testen. Auf Basis der Tests wurden einige Werkzeuge für die Operation abgeändert, um das Gerinnsel überhaupt aus seinem komplexen Umfeld entfernen zu können. Die tatsächliche Operation war ein voller Erfolg, die Patientin hat sich vollständig erholt. Laut den Ärzten ist das Verfahren für die meisten Eingriffe nicht zielführend, in komplexen EInzelfällen empfehlen die Mediziner die Vorgehensweise aber.

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