Science
07.07.2016

Arbeiter in GM-Autofabriken testen Roboter-Handschuhe

Technologie, die bereits NASA-Astronauten bei Reparaturen im Weltraum geholfen hat, soll Arbeitern in Autofabriken von General Motors einen starken Griff verleihen.

Ein Werkzeug in einem Raumanzug für längere Zeit fest zu halten, kann sehr anstrengend sein. General Motors (GM) und die NASA haben deshalb den RoboGlove entwickelt. Dieser Handschuh besitzt künstliche Nerven und Muskeln, die dem Träger einen festen Griff verleihen. Die Technologie wurde an das schwedische Medizintechnik-Unternehmen Bioservo weitergegeben. Dieses hat einen ähnlichen Handschuh namens SEM Glove entwickelt, der Menschen mit Muskelproblemen helfen soll. Durch eine Kooperation von GM, NASA und Bioservo sollen nun auch Fabrikarbeiter davon profitieren.

Tests in der Autoproduktion

Die Arbeiter sollen einen Roboter-Handschuh erhalten, der ähnlich wie Bioservos SEM Glove funktioniert. SEM steht für Soft Extra Muscle. Der Träger greift damit nach einem Gegenstand. Sensoren in den Fingerteilen erkennen Widerstand und aktivieren Elektromotoren, die den Handschuh mittels künstlicher Sehnen zugreifen lassen. Die Batterien zur Stromversorgung werden an einem Gürtel getragen. Die Arbeiter müssen nur wenig Kraft aufwenden, um Gegenstände mit festem Griff zu halten. Dadurch sollen sie weniger schnell ermüden. GM will die Roboter-Handschuhe demnächst in seinen Fabriken testen.