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Weltall

Astronomen beobachten Lichtblitz eines sterbenden Sterns

Die NASA hat mitgeteilt, dass Astronomen mit dem Kepler Weltraumteleskop erstmals einen "Shock Breakout" beobachten konnten. Dabei handelt es sich um den Lichtblitz, der entsteht, wenn ein sterbender Stern in einer sogenannten Typ-2-Supernova zerrissen wird. Kepler konnte das Licht im sichtbaren Spektrum nachweisen. Der Blitz war ungefähr 130 Millionen Mal heller als unsere Sonne und entstand 1,2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Blitz wurde während einer dreijährigen Beobachtung einer Gruppe aus 500 Galaxien aufgezeichnet. Physiker der University of Notre Dame haben die Daten in 30-Minuten-Schritten analysiert und nach Anzeichen für Sternenexplosionen gesucht. Dabei habe sie herausgefunden, dass Kepler im Jahr 2001 die Explosionen zweier riesiger Sterne beobachtet hat, 300 beziehungsweise 500 Mal größer als unsere Sonne.

Helligkeitsdiagramm
Eine Shock Breakout konnte aber nur beim größeren Kandidaten nachgewiesen werden, eventuell weil die andere Explosion durch Gaswolken verdeckt wurde. Die NASA hat eine Animation aus den Daten erstellt. Das Video zeigt den roten Riesen kurz bevor sein Kern implodiert. Dieser Kollaps führt dann zu einer Schockwelle, die sich vom Kern des Sterns zu seiner Oberfläche ausbreitet. Zuerst durchbricht die Störung die Oberfläche in Form von Plasmafontänen. Rund 20 Minuten später zerreißt sie dann den Stern und erzeugt den enormen Lichtblitz, den Kepler beobachten konnte. Solche Supernovae sind für die Forscher interessant, weil sie als Ursprung vieler Elemente gelten, die wir heute im Weltall verteilt finden. "Alles Silber, Nickel und Kupfer auf der Erde und in unseren Körpern stammt beispielsweise aus Sternenexplosionen. Ohne Supernovae gäbe es kein Leben", sagt NASA Wissenschaftler Steve Howell.

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