Science
18.07.2012

Autos: "Strom wird Ressource der Zukunft"

Unter dem Motto "eMobility“"wurde beim Werbeplanungs.at-Summit 2012 ein Panel mit Vertretern und Vorreitern in diesem Bereich abgehalten. Diskutiert wurden Strom als Zukunftsressource, Mobilitätswechsel und die Vernetzung von Autos.

Autonom fahrende Autos, die mit Strom betrieben werden und uns umweltfreundlich zum Ziel bringen. So stellt sich Wolfgang Pell, von der Verbund AG, die Zukunft im Straßenverkehr vor. "Strom wird die Ressource der Zukunft" und daher müsse man diese Technik vorantreiben, betont er auf dem diesjährigen Werbeplanung.at-Summit. Für Menschen, die im Jahr um die 25.000 km zurücklegen, würde ein Elektro-Auto durchaus Sinn machen.

Österreichweit will man bis 01.10.2012 über 100 Schnelllade-Stationen errichtet haben, um eine gute Versorgung zu gewährleisten. Ein wichtiger Partner in diesem Thema sei das Unternehmen Tesla, welches im Bereich der Batterie- und Akkuherstellung bereits hervorragende Leistungen erbringe, ergänzt Andreas Gerstenmayer von AT&S. Doch genau die Reichweite ist momentan noch das größte Manko der Technologie. Man kann mit einem E-Car maximal 150 Kilometer weit fahren und muss dann zu einer Schnelllade-Station gelangen.

Mobilitätswende
Ein wichtiges Thema, das beim Summit 2012 von Moderator Gerald Reischl, Chefredakteur der futurezone, mit Vertretern aus dieser Branche diskutiert wurde, war die unaufhaltbare Mobilitätswende. Bis 2020 werden die Spritpreise dank Peak Oil, dem globalen Ölfördermaximum, weiter steigen und der Automarkt wird zurückgehen.

Auf der anderen Seite würden vernetzte Autos, intelligenter Verkehr oder Autos on demand weiterentwickelt und an Beliebtheit gewinnen und so die angesprochene Mobilitätswende einläuten. Diese Technologien würden momentan zwar in der Entwicklungsphase stecken, aber bis 2020 sollte man noch nicht mit dem verbreiteten Einsatz dieser rechnen, meint Erwin Toplak von der Kapsch Traffic Com AG. Viel eher wird man die Technologie der E-Cars weiterentwickeln und perfektionieren.

Car-Sharing und Car2Car-Communication
Die Meinung, dass man sich an die Themen Elektroauto und Verkehr der Zukunft nicht überstürzen sollte, wurde von allen geteilt. "Man darf aber auch nicht den richtigen Zeitpunkt für die Einführung der Technologie versäumen", ist sich die Runde einig.

Car-Sharing ist bereits heute Realität. Karim Saad, Gründer von autoshare.at, erklärt es folgendermaßen: "Unsere Autos stehen die meiste Zeit. Unsere User können so ihr Auto mit anderen Privatpersonen teilen." Das erklärte Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und nicht noch mehr Autos in den Verkehr zu bringen.

Smarte Autos
Die Firma Kapsch Traffic Com AG, führendes Unternehmen im Bereich Telematik, arbeitet derzeit an Car2Car-Communication-Systemen für Autos, welche sich über WiFi verbinden sollen. Man kann sich somit Informationen über den Verkehr, andere Autos oder Straßenverhältnisse einfach per Knopfdruck auf das System holen und das Auto ist somit immer auf dem neusten Stand.

Momentan kann man über einen Einführungszeitpunkt sowie Kosten noch nichts genaues sagen. Rechtliche Fragen und Sicherheitsaspekte würden momentan geprüft werden, versichert Erwin Toplak.