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3D-Druck
01/30/2014

Bessere, günstigere 3D-Drucker durch ausgelaufenes Patent

Diese Woche ist ein Patent für 3D-Drucker, die mit Lasersintern arbeiten, ausgelaufen. Dadurch sollen entsprechende Geräte billiger werden.

Selektives Lasersintern ist eine Form des 3D-Drucks, bei der verschiedene Materialien in Granulat- oder Staubform mit einem starken Laser aufgeschmolzen werden. So lassen sich beliebige Objekte aus Rohstoffen wie Metall, Kunststoff, Keramik oder Glas Schicht für Schicht aus dem beim Abkühlen erkaltenden Druckmaterial herstellen. Entsprechende 3D-Drucker sind heute sehr teuer, die Preise bewegen sich oft im sechsstelligen Euro-Bereich, wie extremetech berichtet. Jetzt ist ein zentrales Patent abgelaufen, das bisher verhindert hat, dass die Technologie auch für Endverbraucher-Geräte interessant wird. Das heißt nicht, dass die Laser-3D-Drucker jetzt sofort für jeden erschwinglich werden, aber wenn die Entwicklung beim 3D-Druck im Fused-Deposition-Modeling-Verfahren (FDM) als Vorbild dient, wird es längerfristig sicher günstigere Geräte geben.

Beim FDM wird Plastikdraht aufgeschmolzen und mit einem speziellen Druckkopf Schicht für Schicht in Form gebracht. Auch dieses Verfahren war durch Patente geschützt. Nach deren Ablauf hat sich schnell eine Open-Source-Community gebildet, die entsprechende Geräte verbreitet hat. Danach haben zahlreiche Unternehmen mit ihren Produkten für einen rapiden Preisverfall bei den FDM-3D-Druckern entsorgt. Laser-Drucker werden aus heutiger Sicht niemals so günstig werden wie FDM-Geräte, dazu sind die Hochleistungslaser schlicht zu kostspielig. Aber ein entstehender Consumer-Markt hat immer Auswirkungen auf die Preise. Neben der Materialvielfalt hat Lasersintern den Vorteil, dass die Auflösung nicht durch mechanische Faktoren wie die Extruder-Druckköpfe der FDM-Geräte beschränkt ist. Dadurch können Produkte von sehr hoher Qualität und Genauigkeit gedruckt werden.

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